Diskussionsverweigerung im Bundesministerium für Gesundheit?

Quelle: Wikipedia

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Ebenfalls letzte Woche schrieb ich folgende Email an unsere Bundesministerin für Gesundheit, Fr. Sabine Oberhauser (ausgehend von folgendem Sachverhalt: Trendwende bei Spätabtreibungen?!“)

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Oberhauser,

vor allem anderen möchte ich Ihnen die besten Wünsche für Ihre Genesung aussprechen – es ist bewundernswert, wie Sie Ihren persönlichen Kampf gegen den Krebs mit anderen Teilen, um Menschen, die in ähnlichen Situationen sind, Mut zu machen. Und ja, als überzeugter Christ bete ich auch für Sie – es ist meine persönliche Überzeugung, dass letztendlich jede Heilung, egal ob durch Medizin, “Selbstheilungskräfte” oder ähnliches – dass Heilung letztendlich von Gott kommt!

Doch der Anlass für diese Email ist, wie sie der Betreffzeile entnehmen, ein anderer. Sie haben auf die ENDLICH im politischen Diskurs stattfindende Diskussion über die Spätabtreibung von Menschen mit Behinderung sehr ablehnend, geradezu jegliche Diskussion verweigernd, reagiert (lt. Zitat in “Der Presse”). Sie argumentieren mit “dem Schutz für die Frauen”! Aber um hier aus dem dazu gehörigen Artikel aus meinem Blog zu zitieren:

Liebe Frau Oberhauser, es tut mir leid, es Ihnen hier so direkt sagen zu müssen: Aber DRUCK wird auf die Frauen von ganz anderer Seite ausgeübt. Es ist der Druck der Gesellschaft, dass ein behindertes Kind nur “Last” ist. Es ist manchmal der Druck des Partners, der sich diese Verpflichtung nicht aufbürden lassen will. Es ist manchmal der Druck der Familie, der keinen “Mongo” in der Familie will. Es ist letztendlich der Druck einer Gesellschaft, die ein “gelungenes Leben” nun einmal mit gesunden, erfolgreichen und leistungsbereiten Kindern definiert.

Ein Verbot von Spätabtreibungen würde Frauen vor diesem Druck SCHÜTZEN!
ZITAT ENDE – vollständiger Artikel auf https://theolunke.wordpress.com/2015/02/10/trendwende-bei-spatabtreibungen/

Bitte erlauben Sie es sich und anderen Verantwortungsträgern, zumindest darüber zu DISKUTIEREN. Diskussionsverbote sind immer kontraproduktiv und führen letztendlich dazu, dass über wichtige Dinge nicht mehr geredet wird.

Mit der Bitte um die Bereitschaft zur Diskussion zumindest im politischen Diskurs verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Scamoni Roman, BSc.

Die Reaktion der Ministerin war irgendwie erwartbar und zumindest konsequent. In dem angesprochenen Interview sagt sie ja noch, dass sie “keine Diskussion zulassen” werde. Anders fomuliert – sie reagiert diszipliniert mit Diskussionsverweigerung. Ob das für gewählte Politiker die rechte Art ist, auf Anfragen von Bürgern zu reagieren, sei dahingestellt …

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2 Responses to Diskussionsverweigerung im Bundesministerium für Gesundheit?

  1. Pingback: (Nicht-)reaktionen von Politikern auf Anfragen wegen Spätabtreibungen | Der Theolunke

  2. Leider scheinen Politiker gerne Menschen zu ignorieren 😦

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