Unsere Gesellschaft – wie blöd sind wir eigentlich?

Gestern trafen wir uns zu einem Gebetsabend FÜR Frauen, die ungewollt schwanger sind! Wir waren ca. 10 Leute – am Ende zündeten wir dann ca. 40 Kerzen an! Jede einzelne Kerze stand für 1000 Gebete für 1000 Frauen, die von unserer Gesellschaft in eine Situation gebracht werden, wo sie sich FÜR eine Abtreibung und GEGEN ihr ungeborenes Kind entscheiden! 40.000 – 50.000 Frauen betrifft das jedes Jahr …

Girl looking at candle flames in churchMan muss sich das bewusst machen, auf der einen Seite werden 40.000 Kinder pro Jahr getötet – und auf der anderen Seite beträgt die Wartezeit für Adoptionen in Österreich mittlerweile zum Teil über 8 Jahre – Tendenz steigend!

Mir wird immer wieder gesagt, dass Frauen ja eigentlich gar nicht abtreiben wollen – dass sie sich diese Entscheidung nicht leicht machen usw. Gut, wenn sie es nicht WOLLEN – dann werden sie anscheinend von den Umständen, der Gesellschaft, der sozialen oder wirtschaftlichen Situation dazu gezwungen! DAS nennen Abtreibungsbefürworter dann “Wahlfreiheit” – in Wahrheit ist es eine perverse Situation, die der Gesellschaft, dem Staat, dem öffentlichen Sektor zusätzliche Kosten für Beratungsstellen, (finanzielle) Unterstützung für junge Mütter, Kinderbetreuungsplätze, und viele mehr erspart! Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und können es uns NICHT leisten, für unsere Kleinsten zu sorgen? Wie krank ist das eigentlich?

Von wirtschaftlichen Überlegungen wie “Wer zahlt unsere Pensionen wenn wir unsere Kinder umbringen” red ich hier noch gar nicht! Das wäre ein anderes großes Thema, was heute einfach niemand sehen will!

Und nicht nur das – es geht ja noch weiter! Kinder mit Behinderung (zB Down-Syndrom) dürfen längst schon bis kurz vor einsetzen der Wehen abgetrieben werden! In Vorarlberg werden mittlerweile so gut wie keine Kinder mit Down-Syndrom mehr geboren! Welche Nachricht senden wir denn somit den Menschen, die heute mit Down-Syndrom leben? Welche Botschaft wird ihnen mitgeben, was sagen wir als Gesellschaft zu ihnen? “Es wäre für euch UND eure Eltern besser gewesen, wenn ihr nie gelebt hättet” – DAS ist die tödliche Botschaft, die unsere Gesellschaft an diese Menschen weitergibt! (Mein Erschüttern über diese Dinge habe ich im Artikel “Ihr Blut an unseren Händen” geschildert)!

An dieser Stelle beende ich diesen Artikel, weil es mir zu weh tut – weil es mich zu sehr erschüttert und ich nicht fassen kann und will – und es nicht akzeptieren will – dass das geschieht! Als Christen müssen wir Dinge nicht einfach “akzeptieren” sondern wir können unsere Vater im Himmel bestürmen, dass er eingreift. Dass er das unmögliche möglich macht und sogar UNSERE Gesellschaft ändert!

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5 Responses to Unsere Gesellschaft – wie blöd sind wir eigentlich?

  1. Micha says:

    Darf ich dich mal fragen, was du zu einer Frau sagen würdest, die nach einer Vergewaltigung schwanger wurde und dieses Kind abtreiben möchte? Und was sagst du einem Paar, wo die Frau eine Geburt zu 95% nicht überleben würde?

    • Micha says:

      Hoffentlich wurde das nicht falsch verstanden. Diese Fragen interessieren mich wirklich. Ich möchte niemanden damit bloßstellen.

      • Theolunke says:

        Hi Micha, nein wurde nicht falsch verstanden – bin grad an einem anderen, sehr kurzfristigen Projekt dran (www.oesterreichhilftjordanien.wordpress.com) und deswegen etwas beschäftigt 😀

        zu deiner Frage: Ich weiß nicht, was ich zu einer Frau sagen würde, die nach einer Vergewaltigung schwanger wurde … in Spanien wird die Fristenlösung jetzt demnächst wieder aufgehoben und eine strenge “Indikationenlösung” angestrebt! Das heißt, nur im falle bestimmter “Indikationen” wie Vergewaltigung oder eben Gefährdung des Lebens der Mutter ist eine Abtreibung erlaubt! So eine gesetzliche Regelung könnte ich mir auch vorstellen …

        Die Frage dabei ist nur – was kann DAS KIND dafür, wenn die Mutter vergewaltigt wurde? Klar, sie wird Narben und vielleicht sogar psychische Schäden davontragen – aber das Kind wird SEIN LEBEN verlieren! Und eine Abtreibung würde bei der Mutter nochmals ein paar Narben mehr hinterlassen … ob das “das beste” für Mutter und/oder Kind ist?

      • Micha says:

        Hei, das ist auf jeden Fall ein wichtiger Gedanke. Ich traue mich jetzt nicht mehr dazu zu schreiben, weil ich (Gott sei Dank!) weder eine kenne, die ihr Kind abtrieb noch eine, die vergewaltigt wurde. Wie gesagt: Gott sei Dank! Daher kann ich das alles nicht so richtig beurteilen und möchte das auch nicht machen, wenn ich nicht länger darüber nachgedacht habe.

        Übrigens. Vielleicht wäre diese Blogparade zum Thema Abtreibung etwas für dich: http://blog-parade.de/2014-03/blogparade-ist-abtreibung-ein-menschenrecht/

  2. Ich springe mal für Roman in die Presche und tue so, als wäre die Frage auch an alle Leser gerichtet.
    Leider würde ich mich dann freuen, wenn diese Fragen dann umformuliert würde. Es bringt nichts hypothetisch negativ, aber leider real vorkommenden Dinge näher zu beleuchten. Wir sollten uns darauf entsinnen, wie man Kinder, also neues Leben, erschafft, nicht wie es heute bedauerlicherweise im Übermaß geschieht. Bevor ich lang herumrede, die philosophische Lösung auf die Frage, wie Leben entsteht, findet man hier: http://www.blog.adelhaid.de/2014/02/wie-entstanden-die-menschen.html … die Kurzfassung in 2 Worte: durch Geist und Liebe.
    Es ist bei bibelfesten Menschen klar, vor allem Christen, klar, dass eben gerade das ein Brennthema ist. Ich zitiere mich dafür selbst:

    >>Als Mitglied der katholischen Kirche muss ich eindeutig hier deren Standpunkt festigen, der mit dem der Humanbiologie einhergeht und jede Art von Schwangerschaftsabbruch nicht befürwortet [Ausnahme: Gefahr des Todes der Mutter]. Die Kirche spricht hier von einer Simulatanbeseelung, was heißt, dass bereits beim Zeugungsakt die Seele einkehrt.
    Abtreibung an sich ist also weiterhin eine Sünde egal welche “Bulle gemalen” wird, …<<
    (http://www.blog.adelhaid.de/2013/04/ich-bin-ein-lowe-und-du.html)

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