Predigt “Das Gebet” (Apostelgeschichte 4)

Nach ihrer Freilassung gingen sie zu den Ihren und berichteten alles, was die Hohepriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. 24 Als sie das hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen und alles, was dazugehört; 25 du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt: Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne? 26 Die Könige der Erde stehen auf und die Herrscher haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten. 27 Wahrhaftig, verbündet haben sich in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels,2 28 um alles auszuführen, was deine Hand und dein Wille im voraus bestimmt haben. 29 Doch jetzt, Herr, sieh auf ihre Drohungen und gib deinen Knechten die Kraft, mit allem Freimut dein Wort zu verkünden. 30 Streck deine Hand aus, damit Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. 31 Als sie gebetet hatten, bebte der Ort, an dem sie versammelt waren, und alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und sie verkündeten freimütig das Wort Gottes.

Apostelgeschichte 4,23-31

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Skript:

Was war den die Ausgangssituation von diesem Text – wir haben von Andreas Eyl letzte Woche in der Predigt gehört, dass die junge christliche Gemeinde plötzlich mit sehr starkem Gegenwind konfrontiert war – die Leider der Kirchengemeinde, Petrus und Johannes, mussten sich vor den politischen und religiösen Führern verantworten, es wurde ihnen massiv gedroht und versucht, sie einzuschüchtern! Andreas zeigte uns, dass es damals wie heute ganz wichtig ist, diesem Gegenwind mit viel Mut – aber auch mit Toleranz – entgegenzutreten! Es erfordert Mut, angesichts von Widerständen und Ablehnung trotzdem zu seiner Meinung zu stehen! Aber es erfordert in einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen auch viel Toleranz, andere Meinungen stehen zu lassen und nicht aufeinander loszugehen!

Die Situation

Wir haben auch gehört, dass Petrus und Johannes wohl einiges von diesem Mut hatten – sie ließen sich erstmal nicht einschüchtern sondern redeten weiter von Jesus! Sie waren nicht bereit, sich den Mund verbieten zu lassen! An dieser Stelle geht es nun im heutigen Text weiter! Wie reagieren sie nun auf die Drohungen, was ist ihre Reaktion auf diese Notsituation? Wir lesen in Vers 23, sie „gingen zu den Mitchristen“ – sie gingen zu ihrer Gemeinde! Petrus und Johannes waren keine Einzelkämpfer, keine einsamen Wölfe, die voller Todesmut allein gegen die Widerstände vorangingen, nein! Wir haben ja vielleicht manchmal dieses falsche Idealbild des heldenhaften Kämpfers, der allen Widrigkeiten zum Trotz allein gegen eine Übermacht kämpft und den Sieg davonträgt – die Bibel kennt auch solche Heldengeschichten, natürlich! Aber viel öfter geht es darum, dass Christen zusammenhalten und der Not gemeinsam entgegenstehen! Es geht hier natürlich zuallererst mal in der Sache darum, dass es ja ein Widerstand gegen die Christen war! Diese Notsituation entstand ja, weil die Christen immer und immer wieder von Jesus erzählten – und das hat man in der damaligen Zeit, genauso wie heute, nicht wirklich gern gehört! Die ersten Christen erzählten ja, dass Jesus DER EINZIGE Weg zu Gott sei! In einer multireligiösen und globalisierten Welt klang das damals – genauso wie heute – politisch unkorrekt und intolerant! Vieles von dem, was damals absolut provozierend war, hat auch heute, 2000 Jahre später, nichts an Brisanz verloren!

Das Gebet

So, das war also die Situation – wie reagiert nun die Kirchengemeinde in Jerusalem darauf? Was machen sie, nachdem Petrus und Johannes berichtet haben? Nun, Vers 24 – sie beteten! Wie jetzt? Mehr nicht? Nein, mehr nicht – da steht: Sie beteten – danach bebte die Erde ein bisschen und sie machten weiter wie bisher! Du denkst jetzt vielleicht: Das kann ja wohl nicht alles gewesen sein, da muss doch noch mehr stehen, oder? Schauen wir uns einfach mal genauer an, WAS sie denn da gebetet haben!

Vers 24, „Du großer Herrscher, du bist es, der den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen hat, mit allen, was darin ist“ – sie lobten Gott! OK, nochmals, Petrus und Johannes kamen gerade zurück von einem Verhör, ihnen wurde gedroht, es wurde versucht, sie einzuschüchtern, und als sie das ihrer Kirchengemeinde erzählten – lobten sie Gott! Warum denn das? War ihnen den in dieser Situation zum Loben zumute! Dachten sie sich: „SUPER, genau das, was wir uns erwartet und erhofft hatten“? Nein, sicher nicht, ich kann mir vorstellen, dass sie alle ziemlich geschockt waren, sie fragten sich vielleicht: „Wie wird dass denn nun weitergehen, klingt ja furchtbar“! Aber trotzdem LOBTEN SIE GOTT! Gott zu loben ist anscheinend erstmals keine Gefühlssache, das ist nichts, wo ich sage: „Och, ich bin jetzt in einer guten Stimmung, ich mach mal ein bisschen Lobpreis!“ Nein, Gott zu loben ist eine Willensentscheidung! Egal wie die Umstände sind, egal ob mir gerade danach ist oder nicht, ich kann mich dazu entscheiden, Gott zu loben! Nicht weil es mir gerade so toll geht, sondern weil er Gott ist! Er ist in jedem Fall der Schöpfer des Universums, er hat ganz bestimmt Himmel und Erde gemacht und alles was darin ist! Er VERDIENT unser Lob, und deswegen ist es gut, gerade wenn Krisen und Notsituationen auf uns zukommen, zuallererst einmal Gott zu loben! Weil dann ändert sich auch unsere Perspektive, weil wir erkennen wer Gott ist! OK, das erste was sie in dem Gebet tun, ist, sie loben Gott. Was kommt dann, Verse 25: „25 Du bist es auch, der durch unseren Vater David, deinen Diener, geredet hat, als dieser, vom Heiligen Geist geleitet, sagte: …“

Du bist es, der sagt … anscheinend nehmen sie sich Zeit, bewusst auf Gott zu HÖREN! Ihr Lieben, hier können wir wirklich etwas für unser Gebetsleben lernen, ganz egal ob für unser Gebet als Gemeinde oder unser persönliches Gebet! Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ganz oft beten wir zu Gott und wir loben in zwar und dann sagen wir ihm, was uns beschäftigt und wir bitten dann vielleicht auch um Hilfe – dazu kommen wir gleich noch – und dann beenden wir das Gebet und machen da weiter, wo wir vorher aufgehört haben! Ich weiß nicht, warum das so ist, aber viele Christen scheinen sich so eine sonderbare Art der Kommunikation mit Gott angewöhnt zu haben! Das ist so, wie wenn ein Mensch zu einem Arzt geht und dann sagt: „Herr Doktor, super, dass sie einen Termin für mich hatten! Also folgendes, ich hab seit einiger Zeit Magenprobleme, immer wieder, besonders in der Früh, da schmerzt es ein bisschen und ich hab Sodbrennen, ja, ganz furchtbar! Und dann hab ich auch noch Schmerzen in den Gelenken, sehen Sie hier, und hier! Ach ja, und links oben da scheint ein Zahn locker zu sein, der tut auch richtig weh, wenn ich draufbeiße, ja, genau … Herr Doktor, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und mir zugehört haben, mir geht’s gleich viel besser, ja, jetzt muss ich aber gleich weiter, kümmern Sie sich bitte darum, ja? Auf Wiedersehen …“ Was würde denn der Arzt sagen? Vermutlich: „Moment mal, Herr Scamoni, bleiben Sie mal hier – möchten Sie nicht hören, was ICH als Doktor zu Ihren Beschwerden zu sagen habe?“

Das klingt jetzt vielleicht übertrieben, aber oft beten wir so, oder? Wie redet denn Gott hier in dem Text? Vielleicht hast du da jetzt irgendwelche ganz mystischen Erwartungen, so mit einer Stimme vom Himmel oder feurigen Buchstaben an der Wand oder so – naja, die Frage ist ja berechtigt, denn Gott schreibt auch im 21. Jahrhundert noch keine Briefe oder Emails, er ist nicht bei Facebook und hat auch kein Profil bei Whatsapp! Die Christen in dem Text zitieren hier eine Bibelstelle aus dem Alten Testament und sagen: „SO spricht Gott“ – er spricht durch die Bibel! Naja, ganz überraschend kommt das jetzt vielleicht auch nicht, vielleicht hast du schon mal gehört, dass man die Bibel auch „Gottes Wort“ nennt! Was sagt Gott also zu der Situation? Vers 25 „Was soll das Aufbegehren der Nationen? Was bringt es den Völkern, nutzlose Pläne zu schmieden? Die Könige dieser Welt haben sich zum Angriff bereitgemacht, und die Machthaber haben sich miteinander verbündet zum Kampf gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.“ Dieses Zitat stammt aus den Psalmen, und zwar dem zweiten Kapitel die Verse 1 und 2 – das ist ja die Situation in der sich die ersten Christen wiederfanden, oder? Die Könige der Welt und die Machthaber haben sich verbündet – und wozu? Man möchte meinen, dass es weiter heißt: „um zu tun, was sie sich in ihren Herzen vorgenommen haben, um ihre bösen Pläne zu Ende zu führen“ – also den Kampf gegen den Herrn und seinen „Gesalbten“ – damit ist Jesus Christus gemeint, der ja von Römern und führenden Juden gekreuzigt wurde! Aber wie geht es im Text weiter! Tatsächlich steht hier was anderes, Vers 28 „um alles auszuführen, was deine Hand und dein Wille im voraus bestimmt haben.“ Die Machthaber und Könige der Welt konnten nur DAS AUSFÜHREN, was Gottes Hand und sein Wille im Voraus bestimmt hat! Diese Erkenntnis ändert plötzlich alles, merkt ihr das? Sogar die scheinbar größte Niederlage Gottes, der tot seines Sohnes am Kreuz, all das war letztendlich im Voraus von Gott bestimmt und geplant! Das Geniale daran ist, plötzlich erkennen wir: „Bei Gott gibt es keinen Plan B“ – das war das, was für die Christen damals alles geändert hat! Lass die Machthaber und politischen und religiösen Führer drohen, Gott hat immer noch alles in seiner Hand! Es ist nicht so, dass Gott plötzlich die Situation entglitten wäre und er deswegen schnell einen „Notfallplan“, einen Plan B bräuchte, nein! Auch wenn es gerade nicht so aussieht, der allmächtige und gute Gott hat immer noch alle Fäden in der Hand, sein Plan wird zu Ende geführt! Kennst du das Gefühl, als ob gerade aber so überhaupt NICHTS nach Plan laufen würde? Wenn Dinge in deinem Leben passieren, wo du dir sicher bist: „Das kann ganz bestimmt nicht Gottes Plan sein?“ Vielleicht bist du sogar selbst dran schuld, hast Dinge getan, die nicht richtig sind und denkst dir: Das kann GANZ BESTIMMT nicht Gottes Plan sein, ich hab´s verbockt, für mich gibt es keinen guten Plan mehr! Hier sagt die Bibel – und vielleicht will Gott das jetzt gerade zu dir sagen: „So, wie du jetzt vor mir stehst, habe ich immer noch einen GUTEN Plan für dein Leben – sogar den Besten! Ich hab immer noch den „Plan A“ für dein Leben, ich will, dass dein Leben meinem guten Plan folgt!“ Genau das war es, was Gott zur ersten Gemeinde gesagt hat, auch wenn gerade alle Umstände schwierig sind und es vielleicht sogar noch schwieriger wird, seid nicht entmutigt! Ich werde meinen GUTEN Plan zum Ende führen und ich verwende dazu sogar die Widerstände, die Herausforderungen und diejenigen, die eigentlich meine Feinde sind!

So – die Gemeinde lobte Gott und sie hörten auf Gott! Dann fingen sie aber auch noch an, ihn zu Bitten! Das ist ja oft das, was bei uns den Großteil  des Gebets ausmacht, oder? Hier sehen wir: „Bitten“ ist erstmal nicht schlecht. Worum bitten sie denn nun? Vielleicht Dinge wie „Herr, nimm den Widerstand weg, mach, dass sich unsere Feinde alle bekehren und wir endlich Ruhe haben oder dass sie nicht mehr sprechen können oder der Schlag trifft“ oder sonst was – nein, sie beten „gib deinen Knechten die Kraft, mit allem Freimut dein Wort zu verkünden“ – Vers 29! Sie baten nicht darum, dass die Widerstände weggenommen werden, weil sie erkannt haben: „Das gehört zu Gottes Plan, wir wissen vielleicht nicht, warum und wieso aber wir vertrauen darauf, dass Gott alles in seiner Hand hat, dass das sein Plan A ist“! Aber sie bitten um Kraft und um Mut, ihren Auftrag zu erfüllen, nämlich Gottes Wort zu verkünden! Leute, diese Bitte von dieser Gemeinde beeindruckt und beschämt mich, so oft wäre es mir am allerliebsten, Gott würde einfach alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, es wäre doch so viel LEICHTER, oder? Jetzt mal nicht nur für mich persönlich, auch als Kirchengemeinde, oder? Ein Beispiel, das mich in letzter Zeit auch immer wieder mal beschäftigt: Wie oft beten wir: „Gott, bitte schenk uns doch genug Geld, dass wir als Gemeinde unsere Aufgaben erfüllen können, es ist einfach so schwierig, immer und immer wieder gerade mal so eben irgendwie durchzukommen“. Die Tatsache, dass es jedes Jahr finanziell knapp ist, ist eine echte Herausforderung, das ist wirklich auch oftmals eine echte Not, die wir da spüren! Aber vielleicht sollten wir eher beten: „Herr, schenk uns den Mut, dass zu tun, was DU uns aufs Herz legst – und das Vertrauen, dass du dafür auch die Mittel zur Verfügung stellst“ Das wäre plötzlich ein ganz anderes Gebet, oder? Nicht „nimm die finanziellen Schwierigkeiten einfach weg“ sondern „gib uns den Mut, auf dich zu hören“ – und dann dürfen wir auch wie die ersten Christen damit rechnen, dass Gott „Zeichen und Wunder“ tut, um uns zu versorgen. Also, das war jetzt nur ein Beispiel, das heißt NICHT, dass wir finanzielles Harakiri begehen dürfen und uns dabei auch noch besonders fromm fühlen können! Es geht darum, worum wir BETEN – und was wir von Gott erwarten!

Die Auswirkungen

Nach dem Gebet „bebte die Erde“ – das ist in der Bibel öfter mal ein Zeichen dafür, dass Gott gerade ziemlich mächtig am Wirken ist – und „alle wurden mit dem heiligen Geist erfüllt“! Das geschah übrigens kurz vorher, ein paar Kapitel früher, zum ersten Mal bereits! Da erfüllte sich ein Versprechen, das Gott im alten Testament gemacht hat, nämlich, dass er mit seiner Gegenwart, seiner Präsenz und somit auch seiner ganzen Kraft und Stärke IN die Gläubigen hineinkommen wird und dann in ihnen lebt! Hier passiert das nun nochmals, was bedeutet denn das denn nun? Reicht einmal denn nicht? Ja, sie waren bereits „erfüllt“ mit dem Geist – aber anscheinend geht noch mehr! Wir können uns anscheinend als Christen danach ausstrecken, noch MEHR von Gottes Gegenwart und Kraft zu spüren, oder? Das ist eine Auswirkung des Gebetes der Gemeinde hier an dieser Stelle (Beispiel mit dem Luftballon – mehr geht immer)! Wenn du dich also danach sehnst, mehr von Gott in deinem Leben zu spüren, zu erleben, dann such dir Christen um mit ihnen zu beten! Es ist so einfach, wir müssen keine religiösen Verrenkungen machen oder irgendwelche Heiligungsstufen erreichen oder so – sondern hier betet die Gemeinde zusammen und sie erleben genau das! Wie sieht denn nun eine Gemeinde aus, bei der Gebet so eine hohe Priorität hat, dass man in jeder Situation sofort gemeinsam betet? Wir lesen das in den folgenden Zeilen:

32 Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam 33 Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. 34 Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös 35 und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

Joerg Trampert  / pixelio.de

Joerg Trampert / pixelio.de

Hier wird das Bild einer Gemeinschaft gezeichnet, die wirklich von Gebet durchdrungen war! Es geht hier nicht um irgendeine frühe Form von Kommunismus, eine christliche Kommune oder so! Hier steht zwar, sie teilten alles miteinander – aber freiwillig, nicht unter Zwang! Später lesen wir auch, dass Christen noch Eigentum besaßen, aber sie „nannten es nicht Eigentum“, sie hingen also nicht dran, und sobald jemand anderer in Not war, trennten sie sich bereitwillig davon! So waren sie „ein Herz und eine Seele“, niemand litt Not und alle waren glücklich. Herrlich, oder? Das machen wir am besten auch, bitte, hebt mal die Hand, wer von euch hat Grundstücke und Häuser? Hm, also wird alles verkauft und dann – nein, Scherz! So funktioniert das nicht! So hat es noch nie funktioniert! Es gab seit es Menschen gibt, den Versuch, so ein „Idealbild“ einer Gesellschaft zu „produzieren“! Und ausnahmslos ALLE Versuche sind gescheitert! Wenn wir hier anfangen, an dieser Stelle des Textes, dann werden wir auch scheitern! Ganz bestimmt – das Problem ist nämlich nicht, dass wir uns nicht bemühen würden, ganz bestimmt nicht! Das Problem ist der Mensch selbst – es kann keine ideale Gesellschaft geben, solange fehlerhafte, egoistische, selbstsüchtige – die Bibel nennt das „sündige“ – Menschen in ihr involviert sind! Und deswegen steht auch zuerst das Gebet! Deswegen hab ich gesagt, dass es eine Gemeinschaft ist, die vom Gebet durchdrungen wird! Denn Gebet ist immer ein Ausdruck unserer Beziehung zu Gott! Gebet ist Kommunikation mit Gott – das ist der Kern unserer Beziehung mit ihm! Je mehr wir beten, desto tiefer wird diese Beziehung, desto mehr erkennen wir, wer Gott ist – und wer wir selbst sind! Wir erkennen, dass unsere Sünden, unser Egoismus, unsere Fehler, unser Neid, und so weiter, dass DAS das Problem ist – und uns wird immer klarer, warum Jesus am Kreuz für meine Schuld gestorben ist und mich davon erlöst hat! Aus dieser Beziehung heraus werden WIR von innen heraus verändert –und das verändert dann auch unsere Umgebung, unsere Gemeinde und unsere Stadt, in der wir wohnen! So wird dieses „Gemeinschafts-Ideal“ nicht etwas, was uns ein schlechtes Gewissen machen muss oder wo wir uns „anstrengen“ müssen, um dorthin zu kommen! Sondern das ist die Richtung, in die Gott uns letztendlich sogar automatisch verändern wird, wenn wir immer mehr Zeit miteinander im Gebet verbringen!

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