Jesus – der “goodly fere”!?

Quelle: National Portait Galley, London

Quelle: National Portait Galley, London

Ein Gedicht des amerikanischen Dichters Ezra Pount, gefunden in John Eldredges Buch “Der ungezähmte Mann” – ein Gedicht, das mich bewegt, inspiriert und herausfordert. Jesus war kein Softie, kein Weichei, kein rückgratloser Hippie! Ein Gedicht über Jesus! Den Jesus, an dessen Geburt in zwei Wochen überall in der Welt gedacht wird:

 

Ha’ we lost the goodliest fere o’ all
For the priests and the gallows tree?
Aye lover he was of brawny men,
O’ ships and the open sea.

When they came wi’ a host to take Our Man
His smile was good to see,
“First let these go!” quo’ our Goodly Fere,
“Or I’ll see ye damned,” says he.

Aye he sent us out through the crossed high spears
And the scorn of his laugh rang free,
“Why took ye not me when I walked about
Alone in the town?” says he.

Oh we drank his “Hale” in the good red wine
When we last made company,
No capon priest was the Goodly Fere
But a man o’ men was he.

I ha’ seen him drive a hundred men
Wi’ a bundle o’ cords swung free,
That they took the high and holy house
For their pawn and treasury.

They’ll no’ get him a’ in a book I think
Though they write it cunningly;
No mouse of the scrolls was the Goodly Fere
But aye loved the open sea.

If they think they ha’ snared our Goodly Fere
They are fools to the last degree.
“I’ll go to the feast,” quo’ our Goodly Fere,
“Though I go to the gallows tree.”

“Ye ha’ seen me heal the lame and blind,
And wake the dead,” says he,
“Ye shall see one thing to master all:
‘Tis how a brave man dies on the tree.”

A son of God was the Goodly Fere
That bade us his brothers be.
I ha’ seen him cow a thousand men.
I have seen him upon the tree.

He cried no cry when they drave the nails
And the blood gushed hot and free,
The hounds of the crimson sky gave tongue
But never a cry cried he.

I ha’ seen him cow a thousand men
On the hills o’ Galilee,
They whined as he walked out calm between,
Wi’ his eyes like the grey o’ the sea,

Like the sea that brooks no voyaging
With the winds unleashed and free,
Like the sea that he cowed at Genseret
Wi’ twey words spoke’ suddently.

A master of men was the Goodly Fere,
A mate of the wind and sea,
If they think they ha’ slain our Goodly Fere
They are fools eternally.

I ha’ seen him eat o’ the honey-comb
Sin’ they nailed him to the tree.

Hier die deutsche Übersetzung von John Eldredge:

Haben wir den stattlichsten Gefährten von allen verloren
an Priester und Galgenbaum?
Freilich, er liebte kraftvolle Männer,
Schiffe und das offene Meer.

Als sie mit einer Schar kamen, um unseren Mann zu holen,
tat uns sein Lächeln gut.
«Laßt diese erst ziehen!« sprach unser Stattlicher Gefährte.
«Oder ihr sollt verdammt sein«, sagt er.

Fürwahr, er schickte uns hinaus durch gekreuzte hohe Lanzen,
und hell klang die Verachtung in seinem Lachen.
«Warum ergrifft ihr mich nicht, als ich allein
in der Stadt umherging?« sagt er.

Ja, wir tranken auf sein «Wohl« mit dem guten roten Wein,
als wir zuletzt zusammenwaren.
Kein entmannter Priester war der Stattliche Gefährte,
er war vielmehr Mann unter Männern.

Ich hab’ ihn hundert Mann vor sich hertreiben sehen
mit einem kraftvoll geschwungenen Bündel von Seilen,
weil sie das hohe und heilige Haus
für ihre Pfand- und Wechselgeschäfte benutzten.

Sie können sein Wesen nicht mit einem Buch erfassen, denk’ ich,
und wenn sie es auch noch so kunstvoll schreiben.
Er kramte nicht in Schriftrollen, der Stattliche Gefährte,
sondern liebte das offene Meer.

Wenn sie denken, sie haben unseren Stattlichen Gefährten
gefangen,
so sind sie überaus große Narren.
«Ich gehe zum Fest«, sprach unser Stattlicher Gefährte,
«obgleich ich zum Galgenbaum geh’.«

«Ihr habt mich die Lahmen und Blinden heilen sehen
und die Toten auferwecken«, sagt er,
«ihr werdet etwas sehen, das alles übertrifft:
,s ist, wie ein beherzter Mann stirbt am Baum.«

Ein Sohn Gottes war der Stattliche Gefährte,
der uns hieß, seine Brüder sein.
Ich hab’ ihn tausend Mann in Atem halten sehen,
ich hab’ ihn am Galgen gesehen.

Er schrie nicht auf, als sie die Nägel einschlugen
und das Blut heiß und in Strömen floß;
die Hunde des roten Himmels heulten auf,
aber nicht einen Schrei stieß er aus.

Ich hab’ ihn tausend Mann in Atem halten sehen
auf den Hügeln von Galiläa;
sie wehklagten, als er gelassen durch sie hindurchschritt
mit Augen wie das Grau des Meers.

Wie das Meer, das nicht zu befahren ist,
wenn die Winde entfesselt sind und frei,
wie die Wasser, die er zähmte bei Genezareth
mit zwei Worten, plötzlich gesprochen.

Ein Herrscher über Menschen war der Stattliche Gefährte,
ein Genosse des Windes und des Meers;
wenn sie meinen, unseren Stattlichen Gefährten erledigt zu haben,
sind sie Narren auf ewige Zeiten.

Ich hab’ ihn von der Honigwabe essen sehen,
seit sie ihn an den Galgen schlugen.

Was für ein Bild hast du von Jesus?
Hier noch ein Gedanke über den “Löwen von Juda

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