“Warum lässt Gott das zu?”

Matthias Riesenberg  / pixelio.de

Matthias Riesenberg / pixelio.de

Ein junger Mann sitzt auf einer Parkbank – traurig, verzweifelt! So viel Leid in der Welt, so viel Not! Neben ihm sitzt Jesus und schaut in voller Liebe an. Der Mann sagt: “Die ganzen Kriege, die Hungersnöte, der Neid, die zerbrochenen Ehen und Beziehungen, Morde … warum lässt du das zu? Wieso lässt du zu, dass so etwas in deiner Welt passiert?”

Jesus schüttelt traurig den Kopf und sagt: “Interessant, dass du diese Frage stellst … genau dasselbe wollte ich euch Menschen auch gerade fragen ...”

(Inspiriert von William DeBurgh, 1741–1808)

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27 Responses to “Warum lässt Gott das zu?”

  1. Christiane says:

    Man beantwortet Fragen nicht mit einer Gegenfrage 😉

  2. Christiane says:

    Aber die Frage vom Mann ist berechtigt. Warum lässt es Gott zu, dass man in seinen Namen Kriege führt?

    • Theolunke says:

      ‘türlich ist die Frage des Mannes berechtigt!!! Aber die Gegenfrage auch, oder?
      Denn WER führt den Krieg? Gott? Oder doch wir Menschen?

      Nein, ernsthaft: Wenn Menschen selbst Leid erfahren haben, ist diese Frage berechtigt und darf (und MUSS) gestellt werden! Aber oft fragen Menschen das nur aus einem “akademisch-philosophischen Interesse”, vielleicht auch, um sich nicht näher mit Gott beschäftigen zu müssen. Und dann ist die Gegenfrage umso wichtiger 🙂

      • Christiane says:

        Wer treibt die Menschen in den Krieg?

      • Theolunke says:

        Ähm – andere Menschen? Im Normalfall? Oder … uhuu, “der Teufel”? Wobei ich der Meinung bin, damit macht man es sich zu einfach und schiebt die Schuld einfach ab …

        Aber darin sind die Menschen ja ganz gut, oder?

  3. Hans says:

    Eine richtig gute Antwort auf die übliche Theodizee-Frage! Danke für diese Zeilen.
    Gibt es dazu einen Herkunftshinweis? Das muss unbedingt verbreitet werden!

    • Theolunke says:

      Hi Hans – danke für den Hinweis, hab mal recherchiert (die Story hab ich selbst mal nur gelesen) und denke, diese Quelle könnte stimmen … nach dem, was ich im I-Net gefunden habe 🙂

  4. Christiane says:

    Und was ist wenn Gläubige gegen Ungläubige in den Krieg ziehen?

    • Theolunke says:

      Hm – spielt nicht eigentlich Politik und Macht die Hauptrolle? “Religion ist Opium fürs Volk” hat Marx gesagt – und er hatte wohl Recht damit! Es geht um Macht, Einfluss, Geld und so weiter … aber die Mächtigen wussten schon immer, dass man darüber den Deckmantel der religiösen Gefühle darüberstülpen sollte, um Erfolg zu haben! Es ging weder bei den Kreuzzügen, noch beim 30-Jährigen Krieg noch bei sonstigen “Religionskriegen” wirklich um den Glauben. Sondern – und davon bin ich überzeugt – immer um Macht! Leider …

  5. Christiane says:

    Und warum mischt sich die Kirche dann in Kriege ein?

    • Theolunke says:

      Hm – welche Art von Einmischung meinst du? Ich hab nur immer wieder mitbekommen, dass der Papst bzw. die Kirche für Frieden aufruft und GEGEN Krieg Stellung bezieht … und gegen diese Art von Einmischung kann man wohl kaum sein, oder? 🙂

  6. Christiane says:

    2. Weltkrieg evangelische Kirche

    • Theolunke says:

      Kenne mich da jetzt nur zum Teil aus, soweit ich weiß, gab es damals zwei Bewegungen. Ein Teil der evangelischen Kirche unterstützte den Nationalsozialismus und ein anderer Teil – die “bekennende Kirche” widersetzte sich und wurde dann auch deswegen verfolgt und musste in den Untergrund. Einer der bekanntesten Akteure ist sicher Pfarrer Boenhoeffer, der kurz vor dem Fall des Regimes im KZ Flossenburg durch den Galgen hingerichtet wurde …

      Aber warum macht die Kirche sowas? Hm, weil es MENSCHEN sind, die darin agieren? Die Fehler machen? … Muss übrigens jetzt weg 🙂 bin dann später wieder online, hab übrigens hier: http://theolunke.com/2013/09/03/tag-21-es-wird-gut-gewesen-sein/ einen längeren Arikel zum Thema “Warum lässt Gott Leid zu” … zum Nachdenken 🙂 Danke für deine Fragen und Kommentare, wünsch dir einen schönen Nachmittag!

    • theomix says:

      was beweist das außer der Fehlbarkeit jeder Institution, die von Menschen gestaltet wird?

  7. Christiane says:

    Aber leitet Gott nicht die Gläubigen?

      • Christiane says:

        Auf eine Frage antwortet man nicht mit einer Gegenfrage.

        Das ist das Problem. Anstatt einfach mal Antworten zu geben immer nur drumherum gerede.

        Ich kann mich erinnern, dass es in meinen Religionsunterricht unterrichtet worden ist, und im Konfirmategedöns, dass “Der Herr einen leiten wird”, wenn man an ihn glaubt. Also ja, er tut es.

      • theomix says:

        1. Warum soll ich tun, was ‘man’ tut?
        2. Fragen hilft.
        3. Je nach Ansatz leiter er nicht, leitet er die Gläubigen oder leitet er alle Menschen. Alle drei Möglichkeiten ändern nichts an der Verantwortung auf menschlicher Seite.

  8. Christiane says:

    Eine Frage hilft auf eine Frage nicht viel. Und jetzt bloß nicht mit der Antwort kommen: “Damit man selber zur Erleuchtung findet”.

    Für mich kann ich das jetzt so sagen: Er weiß anscheinend nicht was er will.
    Das ist wie wenn man eine Bekannte hat, die sich nicht entscheiden kann: “Will ich Vanilleeis… mmh… oder doch Schoko?” Mal ja, mal nein. Und immer so wie es ihn grad in den Kram passt, hauptsache er steht gut da. Also höchstens er leitet oder er leitet nicht. Egal wen oder was er alles leitet, aber wenn er sich mal dazu entschieden hat, sollte er auch seinen Teil der Verantwortung dafür einsehen und akzeptieren.

    Ich muss in einer leitenden Position ja auch die Verantwortung für meinen Azubi übernehmen wenn er Mist baut.

    • Theolunke says:

      Ich persönlich bin ein Freund klarer Antworten 🙂 Ich denke, Gott hat dem Menschen Verantwortung übertragen – er hat ihm einen “freien Willen” gegeben. Das musste er nicht tun, tatsächlich wäre die Welt vermutlich ein besserer Ort, wenn er das nicht getan hätte. Aber wir alle wären Marionetten, nette Püppchen an Fäden, die nach seinem Willen tanzen … keine sehr angenehme Vorstellung, oder?

      Der Mensch hat SELBST Verantwortung für das, was er tut! Und er kann niemandem sonst diese Verantwortung “in die Schuhe schieben” – auch nicht Gott! Gott ist kein “Teil des Problems” – sondern ein Teil der Lösung! Die Frage nach dem “Warum” trifft nicht Gott als “Schuldigen” – sondern als denjenigen, der uns retten und erlösen will! Gott geht nicht den “leichten Weg” indem er das Leid einfach wegnimmt (und damit den freien Willen des Menschen kompromittiert) sondern er SELBST wurde Mensch, erlebte das Leid am eigenen Körper bis hinein in den Tod – und BESIEGTE den Tod, das letzte Leid! Darum kann er uns im Leiden auf Augenhöhe begegnen, nicht als der, den es anzuklagen gilt, sondern als der, der uns den Weg AUS dem Leiden zeigt. Weil er diesen Weg selbst gegangen ist …

      Ich muss mich aufrichtig entschuldigen für die lange “Predigt” – aber das ist das, was ich in meinem Leben, bei “meinem” ganz persönlichen Leid erlebt habe …

    • theomix says:

      Wenn ich Rückfragen stellte, dann nicht, weil ich eine Erleuchtung hätte, zu der ich dich führen wollte. Mir haben oft die Fagen weitergeholfen, Antworten kamen mir manchmal zu schnell. Aus kirchlichen Breiten kam dann die Karikatur “Jesus ist die Antwort – aber wie lautet noch mal die Frage?”

      Bei Kriegen und im Beitrag genannten Zuständen ist ‘der Mensch’ verantwortlich – selbst wenn der Missstand im Namen einer Religion und im vermeintlich guten Glauben geschehen ist.

      Anders liegt es ja bei Dingen, für die ein Mensch nichts kann, wie jetzt auf den Philippinen (und da hilft mir der Verwis auf die menschengemachte Klima-Erwärmung nix.) Und da stelle ich fest, ich finde immer nur vorläufige Antworten.

      Ich sdg mal so: wenn ich wählen müsste zwischen Gottes Liebe (und Mitleiden) und Gottes Allmacht, dann entscheide ich mich deutlich für die Liebe. wenn am Schluss der Bibel Gott alle Tränen abwischen wird, sehe ich keinen Allmächtigen, sondern einen Liebenden, – der mitgeweint hat.

  9. lotharson says:

    Das ist eine interessante Gegenfrage.

    Ich habe gerade einen Post gegen die Vorherbestimmungslehre geschrieben.

    Ich zeige, dass der Autor von 1 Mose davon ausging, dass das menschliche Uebel NICHT von Gott stammt:
    http://lotharlorraine.wordpress.com/category/calvinism/

    Liebe Gruesse aus Lothringen und England<

  10. Pingback: Dankbarkeit … 101 konkrete Gründe, dankbar zu sein! | theolounge.de

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