“Seid heilig!”

Nimkenja  / pixelio.de

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Ein Zitat aus dem Buch “Seid heilig” von J.C. Ryle, das mir bei der Vorbereitung zur Andacht heute Abend untergekommen ist! Sehr herausfordernd, aber was denkt ihr dazu? Ist das so?

„Heiligung hängt stark von einem fleißigen Gebrauch biblischer Hilfsmittel ab. Wenn ich von Hilfsmitteln spreche, dann meine ich Bibellesen, persönliches Gebet, regelmäßige Teilnahme am Gottesdienst, regelmäßiges Hören auf Gottes Wort und regelmäßige Teilnahme am Abendmahl. Für mich ist es einfach eine Tatsache, dass jemand, der sich um diese Dinge nicht kümmert, nicht erwarten kann, große Fortschritte in der Heiligung zu machen. Sie sind festgelegte Kanäle, durch die der Heilige Geist die Seele frisch mit Gnade versorgt und das Werk kräftigt, dass er am inwendigen Menschen begonnen hat.“

(“Seid heilig!” J.C.Ryle)

 

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14 Responses to “Seid heilig!”

  1. Charly says:

    Ich halte dieses Zitat, so wie es ist, für Unsinn.So erreicht man keine pers. Heiligung, sondern nur eine Anpassung an religiöse Vorgaben und Strukturen.
    Nun mal der Reihe nach:
    Bibellesen Man sollte seine Bibel wirklich kennen. Da bin ich dabei. Man sollte auch nicht aufhören über die Inhalte der Bibel nachzudenken und sie zu diskutieren und natürlich die Ergebnisse in sein eigenes Leben einfließen lassen. Dabei gilt es zu lernen, dass Gott sich uns auf einem der vielen Wege durch sein Wort offenbaren will. Die Bibel ist hier alles andere als ein religiöses Buch, es ist viel mehr für einen Christen. Also: Einverstanden.

    Persönliches Gebet. Öhm, im Gegensatz zu was noch gleich? Aber egal. Also Gebet als echter Dialog und Begegnung zwischen dem Beter und Gott – da bin ich auch dabei. Gebet nach Vorgaben und als religiöse oder rituelle Übung? Nö, daran hängt keinerlei Heiligung. Daraus entsteht auch keine. Aus einem echten Dialog, aus echten Begegnungen mit Gott allerdings entsteht sehrwohl Heiligung.

    Regelmäßige Teilname am Gottesdienst? Pfff, das hätten die Betreiber der chr. Kirchen und Gemeinden gerne – ist aber tatsächlich bei weitem nicht so ausschlaggebend. Echte Gemeinschaft unter Christen – also nicht die Gestaltung und das absitzen von religiösen Programmen, trägt deutlich mehr zur pers. Heiligung bei. Denn in der konkreten Gemeinschaft findet man Vorbild und Nachahmung. Nicht aber in Gottesdienstprogrammen.

    Regelmäßiges Hören auf Gottes Wort. Ich gehe mal davon aus, dass damit Predigten gemeint sind und nicht etwa das abhören von Hörbibeln. Naja, sowohl als auch. Bedenkt man, dass jeder Christ nach ca. (ich bin mal frech und behaupte) drei Jahren so gut wie nur noch Wiederholungen in Predigten hört. Diese haben zudem in den überwiegenden Fällen wenig bis garnichts mit dem realen Leben zu tun. Da hat man sich dann schnell mal sattgehört und hört demzufolge den oft auch nur schlecht bis mittelmäßig prächtig vorgetragenen Predigten eh nicht mehr zu.
    Anders ist es, wenn wir hier von Verkündigung reden, statt von Predigt. Denn Verkündigung findet, nach gutem biblischen Vorbild, überwiegend im Dialog statt.
    Mein Fazit: Beides hat seinen Platz. Dabei wird die Predigt aber mMn im Vortragsstil völlig überschätzt.

    Regelmäßige Teilname am Abendmahl. Da muss ich direkt fragen, welche Lehrauffassung der Autor denn dazu hat? Eine mehr oder weniger katholische? Geht man nämlich nicht von einer Realpräsenz Christi in Brot und Wein aus, verändert sich die Bedeutung radikal. Im ersten Fall hängt förmlich das eigene Heil vom regelmäßigen Konsum des Heilsgebers ab. (Ja richtig, ich bin hier sowas von nicht katholisch, es ist nicht zu übersehen 😉 )
    Geht man aber davon aus, dass es sich bei dem Mahl um ein symbolisches Bekenntnismahl handelt, ist nicht die Häufigkeit ausschlaggebend, sondern der Ernst und die individuelle Sinnfüllung dieser Handlung. So kann auch eine starke Unregelmäßigkeit und ggf auch ein im Jahr eher seltener verteiltes Feiern des Mahls mehr Bedeutung haben, als “the same procedure” jede Woche oder einmal im Monat.

    Zum Schlussstatement: “Sie sind festgelegte Kanäle, durch die der Heilige Geist die Seele frisch mit Gnade versorgt und das Werk kräftigt, dass er am inwendigen Menschen begonnen hat.” kann ich nur sagen: was für ein Unsinn. Das ist nicht etwas was von Gott festgelegt wäre. Das wurde von Menschen mit religiösem Interesse festgelegt und darf demzufolge auch genau so beachtet werden. Heiligung ist ein persönlicher Prozess auf der Grundlage göttlicher Aufforderung und dem eigenen Entschluss dazu. Heiligung ist ausdrücklich kein Produkt religiösen Rituals.

    • Theolunke says:

      Hm – bin verwirrt! Zuerst sagst du “Grundsätzlich eh Blödsinn” – und ich gebe zu, so ein “Start” in ein Kommentar macht mich immer neugierig! Da freu ich mich doch richtig auf kontroverse Diskussionen 😀
      Aber unsere Standpunkte scheinen eh nicht so weit voneinander entfernt zu sein! Das Zitat ist durchaus NICHT “Bibel” oder als Wort Gottes zu sehen! Einiges sehe ich ähnlich wie du, vor allem der Punkt: “Regelmäßige Teilnahme am Abendmahl” – da frage ich mich, ob da nicht die Lehrauffassung der angelikanischen Kirche durch die Hintertür herein geschlichen kommt!

      Bibellesen, Beten, “hören auf Gottes Wort” was sich nicht nur auf Predigten beschränkt, sondern ich viel weiter fassen würde -> Agree, eigentlich oder? Bis auf Details kein Diskussionsbedarf (auch wenn ich als leidenschaftlicher Prediger ich dir vielleicht in Details widersprechen würde 😛
      Was den “Gottesdienst” betrifft, natürlich geht es dabei um “Gemeinschaft der Gläubigen”, das ist es ja auch, was im Hebräerbrief gemeint ist, wenn der Autor warnt: “Bleibt den Versammlungen nicht fern!” … Aber ich weiß persönlich, wenn man sich “nur” so in der Freizeit mit Christen trifft, geistliche Gespräche, Inhalte oder Herausforderungen bleiben oft auf der Strecke (bei mir zumindest) – eine LEBENDIGE Gemeinde wo echte Gemeinschaft gelebt wird ist für mich etwas, das mich begeistert! Wenn meine Gemeinde das NICHT hätte, würde ich vielleicht einen Hauskreis starten, eine Hauskirche, was auch immer, um genau das zu haben! Das ist es, was wir brauchen um zu “wachsen in der Heiligung” …

      Tja, bleibt der Abschlusssatz … Du schreibst: ” Heiligung ist ein persönlicher Prozess auf der Grundlage göttlicher Aufforderung und dem eigenen Entschluss dazu.” – da stimme ich 100% zu (und soweit ich das weiß auch der Autor des Zitates) … Aber wie sieht das KONKRET aus? PRAKTISCH? im Alltag … nicht hochgeistliche Erklärungen dafür, dass ich mich eh nicht bemühe, nicht anstrenge sondern was ist konkret das, WOZU Gott uns auffordert? Bibel zu lesen? Zu Beten? Gemeinschaft mit Christen zu haben? Nächstenliebe zu praktizieren? Gott anzubeten? Ich denke, die Liste die in dem Zitat aufgeführt ist, ist nicht “blödsinn” per se … sondern höchstens viel zu kurz gegriffen!

  2. Charly says:

    Nö, ich habe nicht geschrieben: “Grundsätzlich eh Blödsinn”, sondern: “Ich halte dieses Zitat, so wie es ist, für Unsinn.” a.) Unsinn ist etwas was keinen Sinn ergibt, Blödsinn ist ein Erguss eines verblödeten Denksinns. b.) “So wie es ist” schließt expilzit ein, dass dies einzeln, anders betrachtet durchaus Sinn ergeben kann. Und das habe ich ja erläutert.

    “ich als leidenschaftlicher Prediger” – Na, da haben wir ja was gemeinsam 🙂

    Was den “Gottesdienst” betrifft, natürlich geht es dabei um “Gemeinschaft der Gläubigen”

    So sagt man, in der Realität hat man allerdings die meiste Gemeinschaft mit dem Hinterkopf des Vordermannes. Es zählt nicht, was man als Ziel vorgibt, sondern was als Ergebnis herauskommt.

    “Bleibt den Versammlungen nicht fern!”

    Ja, das steht da. Aber steht da tatsächlich, dass die Versammlungen festgelegte Programme sind, wo die Menschen in Reihen auf einen Altarraum o.ä. ausgerichtet sind, wo andere Menschen ein religiöses Rital abspulen? Waren die jüdsichen Versammlungen, wovon der Briefschreiber dort sprach, tatsächlich irgendwie verwandt mit dem, was wir Heute Gottesdienst nennen? Ich sag es dir: Nein!

    Aber ich weiß persönlich, wenn man sich “nur” so in der Freizeit mit Christen trifft, geistliche Gespräche, Inhalte oder Herausforderungen bleiben oft auf der Strecke (bei mir zumindest)

    Das mag bei dir so sein, aber bei zig Millionen Christen die zB “Einfache Gemeinde” leben, ist das ganz und garnicht so. Ob das so ist oder nicht, entscheiden die Christen, die sich treffen, schlichtweg selbst. Das ist absolut kein Automatismus.

    Ja, diese Liste im Zitat ist tatsächlich viel zu kurz gegriffen und fokussiert sich auf Dinge, die – so zusammengestellt – nicht helfen echte Heiligung zu erreichen.
    Nun, was ist denn Heiligung? Ein Leben nach frommen Regeln und Ritualen? Nö, absolut nicht! Heiligung hat den Wortsinn: “Absonderung”. Und wie macht man das praktisch? Sehr einfach und gleichzeitig schwer: Man pflegt soviel Gemeinschaft mit Gott und Glaubensgeschwistern, die diese Gemeinschaft mit Gott auch suchen (Achtung! Verwechslungsgefahr: Gott suchen und Rituale leben), dass das eigene Bestreben mehr und mehr dadurch geprägt wird. Man erfährt das Wesen und den Charakter Gottes in Begegnung und Studium der Bibel mehr und mehr und prägt seine eigenen Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen entsprechend. Statt in seiner Zielsetzung auf die Welt in ihrer Vergänglichkeit ausgerichtet zu sein, lebt man auf Gott ausgerichtet mitten in dieser Welt. Auf Gott ausgerichtet zu sein erweist sich aber eben nicht in einer frommen Sprache oder vielen auswendig gelernten Bibelversen oder der Beherrschung div. Rituale. Diese Ausrichtung erweist sich vielmehr darin, in derselben Liebe leben zu wollen, mit der Gott die Menschen liebt. (Was ja nunmal nicht so einfach ist.)

  3. Pfuuh. Ihr führt da eine Diskussion auf hohem Niveau.
    Ich – als nicht-studierter – will es mal etwas einfacher versuchen: Ist man nicht schon heilig, wenn man Gott sein Leben übergibt und um die Vergebung seiner Sünden bittet? Alle anderen Punkte sind zwar ohne Frage gut und wichtig um die Beziehung zu Gott zu verbessern. Aber es ist nicht nötig um gerettet zu werden. Und wenn man gerettet wird ist man heilig, oder nicht?

    • Theolunke says:

      Hi Micha 🙂 Du stellst genau die Fragen, mit denen wir bei unserem Kleingruppen-Treffen auch zu tun hatten. Ich denke von den BEGRIFFEN her ist es wichtig zu unterscheiden: Einerseits gilt uns die Rechtfertigung durch den Kreuzestod Jesu – wir sind “gerecht gesprochen”, “heilig” vor Gott! Das ist unsere “Stellung”, unsere Identität! Rein, freigesprochen und komplett heilig!
      Daneben gibt es aber noch eine andere Tatsache – unser LEBEN hier auf der Erde ist noch nicht “heilig”! Unsere Gedanken sind nicht immer “rein” unsere Taten nicht sündlos … “Heiligung” bezeichnet nun den Prozess, dass unser Leben, unsere Gewohnheiten, unser Denken, unser Handeln immer mehr unserer “Stellung” entspricht! Wir werden immer mehr die Person, die wir in den Augen Gottes schon sind!

      Vielleicht hilft folgende Geschichte:
      “Ein guter und reicher König findet ein völlig verdrecktes, abgemagertes und verrohtes Bettelkind vor den Toren seines Schlosses – trotz all dem Dreck und der Armut ist er voller Liebe für dieses Kind und beschließt, es zu adoptieren. Von einem Moment auf den anderen wird das Kind PRINZ, Thronerbe und Sohn (oder Tochter) des Königs – das ist seine neue Stellung, die ist sofort und vollständig! Da kann das Kind nichts dazu tun! Dann aber – als FOLGE von diesem Geschenk der Gnade – fängt das Kind an, sein Verhalten zu ändern. In den ersten Tagen schläft es vielleicht nicht im Bett sondern auf dem Boden – weil es das gewohnt ist! Es isst nicht mit Messer und Gabel sondern stopft sein Essen hastig mit den Fingern in den Mund! Wenn es etwas will, bedient es sich gegenüber gleichaltrigen seiner Fäuste, weil in der Welt draussen nun mal das Recht des Stärkeren gilt, usw. Sein Verhalten ist nicht gleich das eines Königskindes! Oder? Das ändert sich mit der Zeit, indem sich das Kind auch anstrengt, Dinge lernt, sich bemüht! Nicht um sich damit die “Königskindschaft” zu verdienen! Sondern als Folge, als Reaktion auf das Geschenk!”

      Macht es das ein bisschen verständlich, was ich mit “Rechtfertigung” oder “Heiligung” meine? 🙂

      • Micha Rosetree says:

        Hallo Theolunke,
        ja das erklärt den Begriff. So etwas hatte ich auch vermutet, aber ganz sicher war ich mir dabei nicht. Wenn ich die gleichen Fragen wie deine Kleingruppe stelle gehe ich mal davon aus, dass ich mit meinem Alter (oder der geistlichen Reife :D) in diese Gruppe passe :).
        Dann bin ich persönlich der Meinung, dass die Heiligung immer voran getrieben wird, wenn man Zeit mit Gott oder mit anderen Christen verbringt. Welche Aktivität das genau ist hängt von Person zu Person ab, aber die in dem Zitat genannten Methoden sind von der Allgemeinheit anerkannte Möglichkeiten um Gott näher zu kommen. Wenn man lieber für/mit Gott Karotten schält kann einen das bestimmt auch weiter bringen. Ich bin auch der Meinung, dass ein Spaziergang, bei dem man Gottes Schöpfung bewundert, besser für die Seele ist, als zwei Stunden Namensregister in der Bibel lesen.
        Wobei mir da ein Abschnitt aus C. S. Lewis wunderbaren Buch »Dienstanweisungen für einen Unterteufel« einfällt. Da erklärt der Oberteufel seinem Unterteufel, dass es sehr wichtig ist, seinem Christen einzureden, dass die »freie« Art der Anbetung die beste sei. In dieser freien Haltung sind Menschen leichter abzulenken. Deswegen soll man sie von festen Ritualen mit Gebetszeiten und Bibellesen abhalten. Geht das jetzt am Thema vorbei oder passt das noch?

      • Theolunke says:

        Hi Micha, du wirst es nicht glauben, aber es sind doch Christen ALLER “Reifegrade” die sich manchmal mit solchen Fragen herumplagen 🙂

        C.S. Lewis ist in so einem Fall natürlich Gold wert – NATÜRLICH gibt es Begegnung mit Gott in “freier Anbetung”, in der Natur, beim Karottenschälen, beim Treffen mit Freunden, beim … was weiß ich – aber ich finde, es gibt Dinge, die SOLLTE jeder Christ tun, um Veränderung in seinem Leben zu erleben! Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand nennenswerte “Fortschritte” in seinem Leben als Christ macht, OHNE zu beten oder auf das Wort Gottes zu hören. Wenn ich nur nach dem “Lust-Prinzip” Bibellese, dann lese ich vielleicht sehr wenig! und wenn ich warte, bis mich die Begeisterung zum Gebet übermannt, dann kann das dauern … dann darf ich mich aber nicht fragen, warum ich so wenig “fortschritte” in meinem geistlichen Leben mache, so wenig mit Gott erlebe und überhaupt das “Leben in der Fülle” das Jesus verspricht, auf sich warten lässt … 🙂

  4. Also Heiligung ist eigentlich nicht mehr möglich/nötig denn gemäß Häbräer 10/10 In diesem Willen sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi- Kann man Heiliger als Heilig sein? Jesus hat bereits ALLES am Kreuz vollbracht damit wir “geheiligt” sind ansonstens hätten wir keinen direkten zugang zum Vater- wenn ich also selbst versuchen muß aus eigener kraft noch etwas dazu zu tuen erachte ich den kreuzestot jesus als nicht gut genug und versuche dem gesetze nach erettung zu erlangen – was gemäß galater 5,4 dazu führen kann aus der gnade zu fallen denn entweder lebe ich aus gnade oder nach dem gesetz. Ich halte alle die Dinge die vorher geschrieben worden sind nicht für falsch- aber sie dienen bestenfalls als Charakterschulung (welche sehr wichtig ist) aber für Gott sind wir durch Jesus volkommen HEILIG und GERECHT – egal mit was wir uns noch herumschlagen müssen – Gott sieht uns (sofern du Jesus als deinen Erlöser angenommen hast) nicht mehr als Sünder- das ist das Prinzip von Gnade- durch Religöse Handlungen (also wenn ich diese Dinge aus einem zwang heraus glaube machen zu müssen ) werde ich nie in die volle “Mannesreife” wie es die Bibel nennt kommen, sondern nur durch die Beziehung zum Vater . und die kann ich nicht auf ein paar stunden gottesdienst oder bibellesen einschränken, sonder das muß mein ganzes Leben bestimmen und durchdringen

    • Charly says:

      Ich muss sagen, ich bin doch etwas verwundert. Kommt hier doch nun schon zum wiederholten Male der Aspekt auf, dass das Volk Gottes anscheinend nicht mehr weiß, was heilig sein von Gott her und sich selbst heiligen bedeutet. Natürlich tragen wir durch unsere eigene Heiligung nichts dazu weiter bei, das Gott uns durch Jesus geheiligt hat. Dennoch nimmt uns das aber nicht ab, dass wir uns selbst heiligen und ein geheiligtes Leben führen. Nicht um uns damit unser Heil zu verdienen, sondern weil Gott uns errettet und geheiligt hat.
      1 Petrus 1:14 Als Kinder des Gehorsams paßt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit herrschten, 15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! 16 Denn es steht geschrieben: «Seid heilig, denn ich bin heilig.» (Rev.Elb.)
      Hier lesen wir beides. Das wir heilg sind und deshalb auch geheiligt leben sollen.
      Dieser Begriff “Heiligung” wurde schon in den versch. Übersetzungen mit anderen Worten wiedergegeben. So wie “frommes Leben” “gerecht leben” etc. Auch wenn wir Heiligung Heute zB als geistliche Charakterschule bezeichnen, ist es nichts anderes als das, dass wir uns selbst heiligen, weil wir heilig sind.
      Wir lesen ebenfalls im NT, dass es schon damals tatsächlich Christen gab, die meinten, weil Gott uns geheiligt hat, seien wir nun frei zu tun und zu lassen, was immer wir wollten. Was zu 100% an dem vorbei geht, was Gott für uns vorgesehen hat.

      • Wieso muß ich mich nochmals heiligen wenn ich schon heilig bin- und wir sind tatsächlich frei zu tuen und zu lassen was uns beliebt- wird sind aus Gnade erlöst
        ABER
        a.) es ist uns zwar alles erlaubt (nichts was du tust hat einfluß darauf wie gott dich sieht), aber nicht alles ist gut für uns ( alles was tu tust, sagst womit du dich füllst hat konsiquenzen- und zwar im natürlichen leben)
        b,) wir sind der sünde gestorben- warum sollte ich dann noch das verlangen haben zu sündigen ( was nicht bedeutet das man mal scheiße baut – aber der zwang ist weg)
        c.) wenn ich Christus wirklich liebe und beziehung mit ihm habe und mir bewusst ist wie er über gewisse dinge denkt- warum soll ich sie dann noch tuen

        Solange wir nicht anfangen zu begreifen wie gott uns sieht werden wir uns immer um uns selber drehen und immer versuchen das aus eigener Kraft zu machen was er längst erledigt hat.Christus hat uns zur Freiheit berufen- das bedeutet die Freiheit zu haben Dinge nicht mehr tuen zu müssen.

  5. Charly says:

    Wer spricht von nochmals heiligen? Frage: weißt du was Heilig bedeutet oder etwas zu heiligen? Mir scheint evtl. nicht so wirklich oder täusche ich mich?
    Etwas heiligen ist eine Aktion einer Person an Etwas oder Jemanden. Etwas heiligen bedeutet es aussondern, zur Seite stellen, als Besonderes hervorheben oder zu be/nutzen.
    Gott heiligt uns, was IHM durch Jesus möglich ist. Das ist das, was ER diesbezüglich tut.
    Wir heilgen uns selbst (verändern unser Leben, unsere Haltungen, Charakter) als Reaktion auf Gottes bereits abgeschlossen stattgefundene Heiligung. Defacto ist unsere Handlung einer Heiligung ohne die zuvor stattgefundene Heiligung durch Gott völlig wirkungslos in Bezug auf unser Heil. Nach der Heiligung durch Gott aber auch keine Ergänzung unseres heils, sondern eine Reaktion darauf.
    Also, was Gott an uns volbracht hat ist die Bedingung dafür, was wir nun als Reaktion darauf tun sollen.

    und wir sind tatsächlich frei zu tuen und zu lassen was uns beliebt- wird sind aus Gnade erlöst

    Das ist durch gnostisches Wunschdenken geschürter – Tschuldigung – Unsinn.
    Paulus zu deinem Ansinnen:
    Römer 6:15 Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wißt ihr nicht, daß, wem ihr euch zur Verfügung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder Sklaven der Sünde zum Tod oder Sklaven des Gehorsams zur Gerechtigkeit? 17 Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid! 18 Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden. (Rev.Elb.)
    und der Schreiber des Hebräerbriefs:
    Hebräer 10:26 Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird. (Rev.Elb.)
    Nochmal, damit wir nicht aneinander vorbeireden:
    Ich rede nicht davon, dass wir mittels eigener Heiligung unserem Heil etwas hinzufügen könnten oder müssten – das wäre Unsinn. Ich rede davon, dass wir als Reaktion auf die erfahrene Gnade Gottes uns selbst, unser Leben heiligen – eben nicht lustig in Sünde weiterleben.

    • Ok dann habe ich dich falsch verstanden was du mit heiligung meinst- da hast du vielen christen schon was voraus 🙂 – nur zum Thema aus Gnade gerettet: Der Tot Jesus reicht aus, und es braucht nichts weder einen geheiligten lebenstil oder sonstnochwas dazu – für die Erettung-.Gnade nimmst du an oder verwirfst sie .Aber die Erettung ist nur die Grundlage , der Anfang- Aber Gott will reife Söhne und keine geistigen Kleinkinder und dazu ist dieser Prozess der Reife ( du nennst es heiligung ) nötig und da sind wir herausgefordert unser denken und handeln zu ändern da stimme ich dir völlig zu-

      • Theolunke says:

        Hm, also da muss ich mich in eure Diskussion nochmal kurz einmischen! Klar ist, wir sind NUR aus Gnade gerettet und nicht aus Werken! Aber: Wenn sich Gottes Heilswirken an uns nicht in unserem Leben bestätigt durch “Früchte des Geistes”, durch praktische Heiligung in unserem Leben, durch “Werke” – dann ist der Glaube lt. Jakobus tot! Dann ist die Axt bereits an den Baum angelegt, der bereit ist ins Feuer geworfen zu werden (und noch einige andere Aussagen auch)! Paulus meint: “Bewirkt eure Rettung mit Furcht und Zittern” … oder so! Also halt Philipper 2,12 … gibt noch einige Aussagen in diese Richtung, wenn sich in unserem Leben keine Frucht zeigt, dann IST ES KEINE RETTUNG! Fruchtlose Christen sind so etwas ähnliches wie ein eckiger Kreis oder sich schneidende Parallelen … per Definition nicht möglich!

      • Charly says:

        @Theolunke
        Das ein aus Gott neu geborener Christ in seinem Leben “Früchte des Geistes” aufzeigen sollte ist meiner Meinung nach ein Kriterium, mittels dem hinterfragt werden kann, ob ein Christ diese Neugeburt tatsächlich erlebt hat. Ich stimme dir unbedingt zu, dass es unmöglich erscheint, dass man diese Neugeburt erlebt hat, diese aber keine Veränderungen im Leben und Charakter zeigt.
        Ich meine, dass Philipper 2:12 von der neuen evangelistischen Übersetzung tatsächlich viel näher an der Sinnbedeutung des Textes übersetzt ist. Dort heißt es:
        Philipper 2:12 Vernachlässigt eure Rettung nicht! Meine Lieben! Als ich bei euch war, habt ihr meine Anweisungen immer befolgt. Jetzt, in meiner Abwesenheit, müsst ihr noch mehr darauf achten, euch mit aller Ehrfurcht und Gewissenhaftigkeit um eure Rettung zu bemühen. (Neue evangel. Übers.)
        Tatsächlich ist das auch das frühere Verständnis von dem Ausdruck: “mit Furcht und zittern”. Angst ist hier nicht gemeint!
        Der Grat zwischen völlige Erlösung aus Gnade, mit einem Leben in der Heilugung und dem Versuch durch eigene Werke die Erlösung erst vollständig und damit “wirksam” zu machen ist ganz schmal, wie wir aus der Kirchengeschichte lernen können.

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