Tim lebt!

Screenshot der Seite "www.tim-lebt.de"

Screenshot der Seite “www.tim-lebt.de”

Mein letzter Beitrag “Ihr Blut an unseren Händen” hat heute, 24 Stunden nachdem ich in online gestellt habe, um 800% mehr Leser als der Durchschnitt meiner anderen Artikel! Es freut mich doch irgendwie, dass dieses Thema die Menschen nicht kalt lässt! Dass es uns nicht egal ist, wenn Menschen mit Downsyndrom oder anderen Behinderungen noch VOR ihrem ersten Atemzug getötet werden! Ich möchte euch in diesem Zusammenhang einen bemerkenswerten jungen Mann vorstellen. Kennt ihr “Tim”? Tim sollte 1997 umgebracht werden – weil er behindert ist! Weil er eine erbliche Missbildung, genannt “Trisomie 21” oder auch “Downsyndrom” hat. Aber etwas ging “schief” – Tim wollte leben! Er kam lebend  in diese Welt, eine Welt, die ihn nicht willkommen geheißen hat. Eine Welt, die ihn tot sehen wollte. Neun Stunden lang kämpfte Tim ohne ärztliche Versorgung um sein Leben, seine Körpertemperatur sank auf 28°C. Irgendwann konnten die Ärzte seinen Lebenswillen nicht mehr ignorieren – trotz schwerster Schädigungen durch die missglückte Abtreibung und die fehlende Versorgung überlebte Tim die ersten Monate! Und 1998 fand er dann die ersten Menschen, die ihn wirklich “WOLLTEN” – seine Pflegeeltern. Ich zitiere hier von der Homepage www.tim-lebt.de

 Seither hat er viele schöne Zeiten erlebt, in denen er unbekümmert lachen und fröhlich sein konnte. Doch es gab und gibt auch viele schwere Stunden, in denen vor allem von den Pflegeeltern großer persönlicher Einsatz gefordert ist. Tim musste zeitweise einen Helm tragen, um sich nicht zu verletzen. Lange Zeit konnte er nicht laufen. Noch immer kann er nicht sprechen. Er muss über eine Sonde ernährt werden.

Ich verstehe nicht, wie man wundervolle und unendlich wertvolle Geschöpfe wie Tim zum Tode verurteilen kann! Ich verstehe nicht, wie eine Gesellschaft dazu schweigen kann und das akzeptiert! Ich verstehe nicht, warum unsere Politiker, die Menschen, die sich für das WOHL des Volkes einsetzen sollten, hier nicht aktiv werden!

Wer schweigt, stimmt zu! Mich schockiert die Tatsache dieses Verbrechens schon lange! Aber ich will nicht mehr schweigen! Ich will nicht mehr zustimmen! Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen einiges an Artikeln darüber schreiben – wer das nicht lesen kann oder will, sollte diesen Blog besser meiden! Es wird sicher nicht das einzige Thema hier werden – aber es ist ein Thema, das mich emotional sehr bewegt!

PS: Hier findet ihr die Geschichte einer Mutter, die zeigt, es geht auch anders: Held(inn)en gesucht!

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11 Responses to Tim lebt!

  1. theolounge says:

    habe auf http://www.theolounge.de drauf verlinkt. Komm doch auf facebook in die Autorengruppe “theolounge.de”, da kannst Du Links zu Artikeln hinterlassen, die dann verlinkt werden…

  2. Hat dies auf Toto pectore rebloggt und kommentierte:
    Ich hoffe, dass dieses Thema nie aus den Köpfen der Menschen verschwindet, solange es diesen grausamen Umgang untereinander gibt. Solange Menschen von Menschen vernichtet werden, solange Menschen dabei zusehen und schweigen, solange soll es immer wieder in unser aller Gewissen brennen!

    • Theolunke says:

      Danke fürs verlinken – tut gut zu sehen, dass das Thema auch anderen Menschen nahe geht! Solange es Leute gibt, die sich hier dagegen stellen, sehe ich auch noch Hoffnung … und ich werde nicht aufhören, gegen diese unmenschlichen Praktiken zu beten!

  3. Tom says:

    ich habe mich, als gläubiger christ, schon immer gefragt, was an einer abtreibung so schlimm ist – und noch viel mehr bei menschen, die mit einer behinderung auf die welt kommen. vielleicht könnt ihr es mir ja erklären?
    ich denke, dass abgetriebene kinder auf direktem weg zu gott kommen. ist das nicht viel schöner, als ein leben in dieser welt? umso mehr, wenn man eine schwere behinderung hat und einen diese das leben lang negativ beeinträchtigt. warum verfechtet ihr also ein lebensrecht dieser kinder, gerade wenn sie so eine schwere und belastende krankheit haben? ist es nicht für diese viel besser, gleich ins paradies zu kommen?
    aber ja, ich kann mich irren, und weil ich bisher niemanden gefunden habe, der meine meinung teilt, ist das sogar wahrscheinlich. trotzdem wüsste ich gerne eure argumentation, gerade aus einer sicht des glaubens heraus.
    beste grüße

    • Theolunke says:

      Hallo Tom, danke für deinen Beitrag! Ich habe mir oft Gedanken gemacht über das Thema – und auch über das, was du hier schreibst. WENN ein Kind, wenn es abgetrieben ist, direkt zu Gott kommt, dann hast du vermutlich sogar recht. Aber könnte man dann nicht bei ALLEN Kindern so argumentieren? Denn wenn sie auf die Welt kommen, und sich niemals für Jesus entscheiden – dann werden sie ewig getrennt sein von Gott, ein Schicksal, dass ich NIEMANDEM wünsche! So gesehen wäre es für jeden Menschen besser, wenn er gar nicht auf die Welt käme … oder?

      Ich weiß nicht genau, was mit ungeborenen Kindern passiert, die sterben. Die Bibel sagt uns nichts darüber – und alles andere ist Spekulation! Aber zu sagen: “Es ist besser, weil sie so eine schwere Behinderung haben” ist oftmals einfach nicht wahr! Zum Beispiel Menschen mit Down Syndrom – natürlich haben sie es manchmal schwer, aber heißt das, sie können nicht glücklich sein? Keine Freude erleben? Das Leben nicht genießen? Mit welchem Recht verweigern wir ihnen all das? Oder Menschen mit “Hydrocephalus” (im Volksmund “Wasserkopf”) – dank moderner Therapien ist ein Leben weitgehend ohne massive Beeinflussung möglich. Mit welchem Recht sagen wir: “Du darfst nicht leben!”? Oft wird mit dem “Wohl des Kindes” argumentiert – dahinter verbirgt sich aber Egoismus des Einzelnen oder der Gesellschaft (eine Gesellschaft, die – knallhart kalkuliert – nicht die “Kosten” für so ein Kind tragen will …)!

      Das sind hier nur ein paar Gedanken dazu – gerade die Frage, was mit ungeborenen Kindern passiert, kann ich hier nicht definitiv beantworten. Aber wir sollten es uns hier nicht zu “leicht” machen und sagen: “Die kommen eh alle in den Himmel, also ist es doch fast schon GUT wenn wir sie abtreiben” … diese Sicht finde ich von den Konsequenzen, die das haben kann, schon ein bisschen bedenklich …

  4. Tom says:

    hallo theolunke, danke für die rasche rückmeldung. ja, du hast recht – man könnte natürlich bei allen menschen so argumentieren! für jeden von uns wäre das leben im paradies schöner als auf der erde – und trotzdem leben die meisten von uns gerne, und streben danach, ihr leben gut zu gestalten. interessant.
    selbstverständlich müssen auch kinder mit einer schweren beeinträchtigung nach möglichkeit gefördert werden – denn auch sie haben einen lebenswillen und möchten freude erfahren! allerdings denke ich, dass ein behindertes kind großzuziehen für viele eltern eine größe herausforderung, sehr oft auch eine überforderung, darstellt. viele ehen zerbrechen schon an “normalen” kindern, und viel mehr noch an kindern mit besonderen bedürfnissen. ein kind großzuziehen, bedeutet eine enorme zeitliche, finanzielle und persönliche herausforderung. ein behindertes kind aufzuziehen, bedeutet nochmals eine viel größere überforderung. ich kenne menschen, die sich wegen einem behinderten kind das leben genommen (und das kind gleichzeit getötet) haben. das alles sind tragödien, aber keinesfalls einzelfälle!
    unter diesen umständen scheint es mir nicht unangemessen, über die möglichkeit einer abtreibung nachzudenken – zumal das eigene leben problemlos weiterläuft wie bisher (wenn man mit seinem gewissen zurechtkommt) und das kind ein viel besseres leben führen darf, als es auf erden jemals gehabt hätte. in der ökonomie würde man von einer win-win situation sprechen (ok, klingt hart, aber eigentlicht ist es so).
    selbstverständlich dürfen wir auf die barmherzigkeit gottes vertrauen, ein ungeborenes kind aufzunehmen. was unsere eigene situation betrifft – klar haben wir mit der bewussten tötung eines menschen eine große schuld auf uns geladen. dürfen wir darauf vertrauen, dass gott uns diese schuld vergibt?
    natürlich denke ich nicht, dass es gut ist, kinder (auch mit behinderung) abzutreiben. aber ich kann die menschliche situation der eltern nachvollziehen. und ich habe großen respekt vor allen menschen, die sich trotzdem für das kind entscheiden. übrigens finde ich eine abtreibung auch in dieser situation nicht gut – und möchte sie keinesfalls propagieren – denn es gibt immer die möglichkeit, das kind nach der geburt in liebevolle hände abzugeben! das wäre wohl die beste lösung für alle.

  5. robert says:

    Wir haben selber ein schwärst behindertes Kind, das sich nicht selber ernähren, nicht sitzen, nicht sprechen kann. Sie ist ein ganz besonderer Schatz für uns. Niemals hätten wir dieses Kind töten lassen. Die Grausamkeit und der Egoismus der heutigen Gesellschaft ist ein grosses Gräuel!

    • Theolunke says:

      Lieber Robert, Eltern wie ihr braucht dieses Land! Die sich FÜR das Leben entscheiden, die manchmal sogar ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen! Ich wünsche euch und vor allem eurem Kind Gottes reichen Segen (Ich bete für euch, dass er seine Hand über euch hält 🙂 )

  6. Pingback: Welt-Downsyndrom-Tag! Wo bleibt der Aufschrei??? | Der Theolunke

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