Warum ich glaube …

Rollstuhlfahrer in den BergenImmer wieder wird mir die Frage gestellt: “Warum glaubst du eigentlich an Gott?” Ich denke, das ist durchaus eine berechtigte Frage. Zugegeben, nicht für alles was ich so vertrete gibt es eine tragfähige Begründung – der Mensch ist ganz grundsätzlich zwar vernunftbegabt, im Alltag sind unsere Meinungen jedoch häufig auf “Bauchgefühle” und Intuition gestützt. Doch etwas so Entscheidendes wie der “Glaube”, und dann auch noch ein Glaube, der das ganze Leben mit einschließt, so etwas sollte doch genauer geprüft werden. Natürlich kann man als Antwort auf die Frage auch einfach die Gegenfrage stellen: “Warum nicht?” – das wäre aber, zugegeben, eine etwas dünne Antwort. Wenn man an den Gott der Bibel und an Jesus Christus glaubt, dann ist das ja nicht nur ein “Hobby”, ein Teilbereich deines Lebens, wo alle anderen Bereiche unberührt bleiben. Echter Glaube stellt IMMER die Prioritäten auf den Kopf, mischt sich in ALLE Lebensbereiche ein und verändert das Herz, das Innerste des Menschen. Die Bibel vergleicht den Glauben darum auch mit einer “Herztransplantation” – wenn jemand glaubt, dann wird ihm das “versteinerte” alte Herz herausgenommen und man bekommt ein “neues Herz”, ein Herz aus Fleisch, ein lebendiges Herz. (Schau dazu mal in Hesekiel 36,26)  Und eben weil Glaube so etwas Radikales und Gewaltiges ist, möchte ich euch hier meine ganz persönlichen Gründe sagen, warum ich glaube:

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Ich glaube an den Gott der Bibel und an Jesus Christus, weil für mich alle Indizien daraufhinweisen, dass es WAHR ist! Mir geht es nicht darum, dass sich etwas “gut anfühlt” oder “glücklich macht”! Zumindest nicht in erster Linie. Mir geht es um “Wahrheit” – und zwar keine relative Wahrheit (für “dich” mag das ja wahr sein, aber für mich ist es das nicht) sondern um absolute Wahrheit. Und das Ereignis, an dem ich diese Indizien festmache, ist das Leben, das Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus! Es ist historisch ziemlich klar belegt, dass Jesus tatsächlich gelebt hat. Die biblischen Berichte über Jesus sind zudem für mich vertrauenswürdig, so dass wir auch über sein Leben, seinen Tod uns seine Auferstehung gut Bescheid wissen. Das sind nicht nur “Geschichten” sondern das ist “Geschichte” – historisch zuverlässige Wahrheit. Und WENN das tatsächlich Wahrheit ist, dann muss ich den Anspruch, den Jesus stellt, ernst nehmen. Und dieser Anspruch ist, HERR über mein Leben zu sein. Er als Gottes Sohn und derjenige, der den Tod besiegt hat, ruft heute noch Menschen zu: “Folge mir nach!” Ich habe in der Vergangenheit auch immer wieder mal “gezweifelt” am Glauben. An Gott – ob das alles wohl wahr ist! Aber für mich ist Jesus Christus der Fixpunkt, wo alle Indizien darauf hinweisen: Das ist wahr! Und an diesen Fixpunkt kann ich meinen Glauben auch in Zeiten des Zweifels “aufhängen” und festmachen!

Ein zweiter Grund, warum ich glaube, sind meine Erlebnisse mit Gott. Ich selbst bin zwar durch und durch ein “Kopfmensch”, ich brauche Argumente, Gründe und vernünftige Erklärungen. Aber trotz allem kann ich auf mein Leben zurückschauen und ich sehe Gottes Wirken an so vielen Stellen. Bei so vielen Situationen – ich erkenne seine Bewahrung, seine Führung und seinen Segen an allen “Ecken und Enden” meines bisherigen Lebens. Dieses Leben beinhaltet ja viele Wendungen, Sackgassen und schwierige Zeiten – oft denke ich mir, WIE OFT es eigentlich menschlich gesprochen keine wirkliche Hoffnung auf eine positive Zukunft gegeben hätte. Wie oft ich hätte abrutschen können auf eine schiefe Bahn, ich Wege gehen hätte können, die sich, wie ich heute weiß, als schlecht erwiesen hätten. Ich Entscheidungen treffen hätte können, die ich heute bereuen würde … heute, im Nachhinein erkenne ich so deutlich die sanfte und liebevolle Führung durch einen Gott, der mich voll liebhat. Der mich niemals aufgegeben hat und immer um mich gekämpft hat! Dem ich es heute zu verdanken habe, dass ich der bin, der ich bin! Und all diese Dinge machen mich zuversichtlich, wenn ich in die Zukunft blicke: Gott ist bei mir, alle Tage – bis ans Ende der Welt. 

Für mich sind das zwei sehr wichtige Gründe – einerseits sagt mir mein Verstand, die Vernunft, dass es “Sinn” macht, an den Gott der Bibel zu glauben! Und andererseits spricht mein Leben eine deutliche Sprache, mein Gefühl sagt mir: Ich ERLEBE Gott ja, im hier und jetzt! Er ist da und ich kann ihm in meinem Alltag vertrauen!

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4 Responses to Warum ich glaube …

  1. Danke für dieses persönliche Zeugnis – sehr berührend und authentisch! Und ich finde mich in Deinen Erfahrungen stark wieder – dieses Zusammengehen von Verstand und Herz, von Erfahrung und einem Glauben, der auf etwas vertraut, das er nicht sehen kann. Wenn ich mein Leben so rückwärts betrachte, kann ich schlicht nicht zweifeln, dass Er seine gütige Hand über mir hatte (so dumm, wie ich mich manchmal angestellt habe 😉 ).

  2. lotharson says:

    Ich glaube, dass die Untersuchung der Auferstehung

    sehr stark von der eigenen Epistemologie abhängt.

    Falls ein Atheist an dem oben genannten Prinzipien festhält können all deine besten Beweise nichts ändern, er kann logischerweise nicht an die Auferstehung glauben.

    LG.

  3. Bernd says:

    Zitat” Ich glaube an den Gott der Bibel und an Jesus Christus, weil für mich alle Indizien daraufhinweisen, dass es WAHR ist!”. Interessante Ansicht… Sind die Indizien die Vorhäute Christi, die in schier unendlicher Zahl herumgeistern (Ja… Jesus war ein Jude, so steht es geschrieben)? Oder das Leichentuch, das um ca. 1000 Jahre zu jung ist? Oder ist es doch das Wunder der kurzen Schwangerschaft (8. Dez. Maria Empfängnis – 24. Dez. Heiliger Abend)… Ich mag deinen Blog, deine harmlosen Witzchen.

    Aber ein wenig mehr Realität hätt ich mir von einen Biotechnologen doch erwartet.

    Möge das Gefühl, das wir Gott nennen immer bei dir sein.

    Grüsse
    B

    • Theolunke says:

      Hi Bernd – danke für das kritische Nachfragen 🙂

      Also auf die von dir angesprochenen “Indizien” gehe ich normalerweise gar nicht ein. Aber eine Sache möcht ich klarstellen – in der katholischen Tradition ist “Maria Empfängnis” der Tag, an dem die Mutter von Maria die Maria empfangen hat 🙂 SO doof war die Kirche damals, als sie die Feiertage festgelegt hat, auch nicht 🙂

      Aber DIE Indizien, die ich meine, führen durchaus auch bei anderen Wissenschaftlern dazu, an den Gott der Bibel zu glauben. Ganz so “realitätsfremd” ist es vielleicht nicht 😉 man müsste sich halt mal ein stück weit objektiv damit auseinandersetzen (was viele nicht wollen 😉 )

      LG und Gottes Segen (auch wenn du nicht an ihn glaubst 😉 er glaubt an dich)
      Der Theolunke

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