Neulich im Iran …

Eine Geschichte, die ich so aus erster Hand im letzten Gottesdienst am Sonntag gehört habe. Eine Geschichte über eine Erweckung in einem Land, in dem man das so gar nicht vermuten würde. Eine Geschichte über eine 77-jährige Frau im Iran, die weder lesen noch schreiben kann! Zum Nachdenken …

Quelle: Open Doors Deutschland

Ein iranischer Student begegnet Jesus, wird Christ. Seine alte Mutter sieht das naturgemäß kritisch, mehr noch, sie meint, er würde seinen Glauben und sein Land verraten. Aber sie sieht dann die positiven Veränderungen in seinem Leben (Christen würden von den “Früchten des Geistes” sprechen – siehe auch Galater 5,22)! Das beeindruckt sie so sehr, dass sie Fragen stellen beginnt und schließlich auch ihr Leben Jesus übergibt – Christ wird. Nun überlegt sie: “Wie kann ich das anderen sagen? Ich bin alt, kann weder lesen noch schreiben …” Da hat sie eine Idee. Sie lässt sich von ihrem Sohn in einem neuen Testament Bibelstellen aus der Bergpredigt markieren. Dann geht sie in einem Bus oder ein anderes öffentliches Verkehrsmittel, setzt sich neben einen jungen Mann oder eine junge Frau – und nach wenigen Augenblicken fragt sie: “Mein Lieber (oder meine Liebe), ich kann leider nicht lesen! Könnten Sie mir bitte vorlesen, was mir mein Sohn hier markiert hat?” Und da man im Iran älteren Menschen noch Respekt und Achtung entgegenbringt, lautet die Antwort fast immer: “Aber gerne, klar doch!”

Kurz nachdem derjenige dann zu lesen begonnen hat, meint die alte Frau dann: “Hm, mein Lieber, also ich bin leider auch noch furchtbar schwerhörig – könnten Sie doch bitte ein wenig LAUTER lesen?” So bekommt dann der ganze Bus das Evangelium vorgelesen! Und die Reaktionen sind fast immer ungefähr die: “WOW, was wird denn da gelesen? Mütterchen, was haben Sie denn da für einen Text? Wo steht das denn? Das ist ja großartig!” – Dann erklärt die Frau, das seien Worte von Jesus, ihr Sohn habe ihr dieses neue Testament gegeben – aber wenn sie Interesse hätten, dann könnte sie ihnen gerne auch eines geben – sie hat auch immer einige Exemplare dabei! Und wenn sie wirklich neugierig sind, und echtes Interesse zeigen, dann lässt die Frau sich die Handynummer aufschreiben, dann ruft jemand die Person an und redet mit ihr über Jesus, über das Evangelium. Und Gott tut Wunder – einige Menschen haben sich bereits nur wegen diesem Dienst dieser Frau bekehrt!

Diese Frau bekennt Jesus trotz widrigster Umstände, in einem Land, in dem man für das Weitergeben einer Bibel schon Probleme bekommt. Ein Land, in dem “Religionsfreiheit” nicht einmal auf dem Papier existiert. Ein Land, in dem trotz allen Hindernissen Gott am Wirken ist!

Ich sehne mich danach, dass Gott auch in unserem Land wirkt. Auch hier gibt es große Hindernisse – keine Verfolgung oder Unterdrückung, ja, das stimmt. Aber großer Überfluss, Individualismus, Egoismus usw. Das ist ein “schwieriges Pflaster” für das Evangelium – aber der Gott, der im Iran einen geistlichen Aufbruch und eine Erweckung schenken kann, der kann das auch in Österreich, in Deutschland, in Europa, schenken.

Internettipp: Die Webseite von “Open Doors”, ein iranischer Professor aus London hat diese Geschichte erzählt: http://www.opendoors.de/

Buchtipp: “Erweckung – ein Land von Gott erfasst!” –> Zur Buchrezension

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3 Responses to Neulich im Iran …

  1. Eine bewegende Geschichte – und so eindrücklich! Auf die Idee muss man auch erst mal kommen 🙂 Wie Du sagst, sind die Hindernisse in unseren Ländern anders geartet – aber Wege gibt es immer; und auch wir sind zur Kreativität aufgefordert (zum Glück ist unser Gott der beste Lehrer des Kreativen ;-)!)

    • Theolunke says:

      Jep – Kreativität ist gefragt! Aber vor allem muss man, glaub ich, zuerst mal die NOT erkennen.Nur dann werden wir unsere “Comfort Zone” verlassen und kreativ aktiv 🙂

      • Da hast Du recht – da ich erst vor gut 9 Jahren Christ wurde, kann ich mich an die Not erinnern und erkenne sie, wenn ich sie sehe (und hoffe, etwas dagegen zu unternehmen 😉 )

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