Heilt Gott auch heute noch auf übernatürliche Art und Weise?

Folgender Text ist NICHT fertig ausformuliert, sondern soll eine “Diskussionsgrundlage” darstellen. Freue mich auf Beteiligung 🙂

(1) Manche Christen sind der Meinung, dass es heutzutage keine übernatürlichen rollstuhl_heilungHeilungen mehr gibt! Die „Zeichen und Wunder“, die wir in der Bibel lesen, dienen zur Bestätigung der Lehre und Vollmacht der Apostel. Nach der Fertigstellung der Bibel als das schriftliche Wort Gottes sind die „übernatürlichen Geistesgaben“ allerdings nicht mehr benötigt und deswegen vom heiligen Geist nicht mehr gewirkt! Natürlich gibt es Spontanheilungen und andere unerklärliche Phänomene, dahinter stehen aber erklärbare Vorgänge und nicht ein aktives und wundersames Eingreifen Gottes!
(2) Andere meinen, dass es die speziellen „Gaben“ der Heilung und der „Wundertaten“ zwar nach dem ersten Jahrhundert, der Zeit der Apostel, nicht mehr gibt, Gott aber trotzdem übernatürlich Wirken kann und will! Das ist allerdings die Ausnahme von Gottes Handeln und nicht die Regel. Die Argumente dafür sind einerseits die Vorstellung, dass der allmächtige Gott natürlich jederzeit in die Naturgesetze eingreifen kann, andererseits das Zeugnis der Schrift und der Kirchengeschichte, wonach immer wieder glaubwürdig bezeugte Heilungen geschahen, zuletzt auch die Tatsache, dass es aus der heutigen Zeit unumstößliche Wunderberichte gibt, deren Glaubhaftigkeit nicht abgestritten werden kann.
(3) Schließlich gibt es auch noch diejenigen, die meinen, dass der Heilige Geist auch heute noch die „Gabe der Heilung“ an Menschen gibt. Diese Meinung geht oft einher mit der Überzeugung, dass es Gottes Wille ist, dass alle Menschen geheilt werden! Krankheit und Leid, so die Argumentation, ist gegen den Willen Gottes, weil Gott vollkommen und gut ist! Wenn nun Gott uns heilen will, und es speziell „begabte“ oder „gesalbte“ Christen gibt, durch die Gott Heilungen wirken will, so ist es legitim und notwendig, spezielle „Heilungsgottesdienste“ oder „Heilungsdienste“ anzubieten! Das steht dann in der Tradition von Jesus und den ersten Jüngern, die zu den Menschen gegangen sind und sie geheilt haben! Wir haben nun denselben Auftrag, „hinzugehen, zu heilen und Dämonen auszutreiben“.

Meine persönliche Meinung zu dieser Frage ist, dass Gott heute sehr wohl noch auf übernatürliche Art und Weise heilt. Gott ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit – derselbe Gott, der damals Menschen heilte, kann und will das auch heute noch tun! Allerdings bin ich ebenfalls davon überzeugt, dass Gott nicht alle heilt – das ist weder in der Bibel versprochen noch die Realität im Glaubensleben vieler Christen! Gott hat die Macht zu heilen, und trotzdem mutet er uns heute auch Zeiten des Leidens, der Krankheit und der Not zu! Das tut Gott nicht aus Willkür oder Gemeinheit, sondern um uns näher zu sich selbst zu führen, um uns zu erziehen („züchtigen“), um uns zu heiligen und unseren Blick auf ihn zu richten! Gott nimmt uns manchmal das, was wir am meisten Wollen, damit wir erkennen, dass diese Dinge auch zu Götzen in unserem Leben werden können (so zum Beispiel auch unsere Gesundheit)! In Zeiten des Leidens lernen wir Ausharren oder Gott noch mehr zu kennen!
Unsere tiefste Sehnsucht sollte immer die Begegnung mit Gott sein, ihn kennenzulernen und ihm näher zu kommen. Wir sind aufgefordert, uns mehr nach Gott zu sehnen als nach seinen Gaben! Aus diesem Grund sehe ich die charismatischen Heilungsbewegungen kritisch, bei solchen Veranstaltungen werden oft die Gaben Gottes, die Wunder, in den Mittelpunkt gestellt. Menschen sehnen sich danach, „Gott zu erleben“, Wunder zu erfahren oder Heilung zu bekommen! Trotzdem dürfen wir Gottes Wirken nicht einschränken. Wir sollten auch in unserem Leben überlegen, wo wir auch Gott direkt für Wunder bitten können.

Zu (1): Vertreter dieses Standpunktes müssen annehmen, dass alle Heilungsberichte und Erzählungen von Wundern Lüge, Fiktion oder Phantasieprodukt sind. Zudem schränkt ihre Sicht das souveräne und allmächtige Handeln Gottes ein, indem es Wirkungen von Gottes Macht in jedem Fall negiert. Die Bibelstellen, die diesen Standpunkt untermauern können, sind meiner Meinung nach nicht haltbar. (Zum Beispiel wird aus 1. Korinther 13 argumentiert, dass all diese Wundertaten „vergehen“ wenn das Vollkommene kommt – dieses „Vollkommene“ soll nun die Bibel sein, ein Schluss, der meines Erachtens nach sehr spekulativ ist)
Zu (2): Heilung und Wundertaten werden tatsächlich von Paulus sehr konkret als „Geistesgaben“ erwähnt. Die Aufzählungen lassen keine Schlüsse in die Richtung zu, dass manche dieser Gaben nur temporär auf das erste Jahrhundert nach Christus beschränkt waren, andere aber nicht! Diese Unterscheidung scheint mir persönlich sehr willkürlich zu sein. Trotzdem ist der Gedanke, dass Gott „normalerweise“ innerhalb der von ihm gegebenen Ordnungen handelt, in Übereinstimmung mit der Bibel. Petrus schreibt in seinem ersten Brief: „Gott aber ist ein Gott der Ordnung“ – und auch Paulus weist die Korinther darauf hin, einen „geordneten“ Gottesdienst zu feiern!
Zu (3): Meine Skepsis bezüglich „Heilungsveranstaltungen“ habe ich bereits geäußert. Ich denke, der Auftrag von Jesus, Menschen zu heilen, ist sehr breit zu verstehen. Einerseits geht es um das „Seelenheil“ – das wichtigste für einen Menschen ist es, das seine Seele gesund wird und er Gott kennenlernt! Aber der Auftrag geht noch weiter – Christen zu allen Zeiten haben die Aufforderung, zu heilen, ganz praktisch verstanden: Indem sie Krankenhäuser bauten und Menschen medizinische Versorgung brachten. Durch diese gelebte Nächstenliebe wurde das Evangelium praktisch verkündet und gelebt! Auch Jesus ging es nicht primär um „körperliche“ Heilung. In Matthäus 9 lesen wir von der Geschichte des Gelähmten, der zu Jesus getragen wird. Aber was sagt Jesus, als er in sieht: „Deine Sünden sind dir vergeben“ – DARUM geht es Jesus, das ist seine „Agenda“. Erst als er den Unglauben der Umstehenden in ihren Gedanken sah, sprach er: „Was ist leichter, zu sagen, deine Sünden sind dir vergeben, oder: „Steh auf, nimm dein Bett und geh“ – er heilte ihn dann, damit die Menschen erkannten, dass Jesus der Sohn Gottes war! Heilungen und Wunder sind niemals „Selbstzweck“ oder eigentliches Ziel von Gott. Deswegen sollten auch wir uns nicht nach Heilungen und Wunder sehnen, sondern nach ihm selbst!

Advertisements
This entry was posted in Standpunkte and tagged , , , . Bookmark the permalink.

10 Responses to Heilt Gott auch heute noch auf übernatürliche Art und Weise?

  1. Interessantes und konfliktträchtiges Thema, das Du da anschneidest 🙂 Ich gehe weitgehend mit Deinen Äusserungen einig, allenfalls mit gewissen Unterschieden – bin gespannt, wie Du das siehst: Ich halte es mit Nr. 3, aber die geht mir nicht weit genug. Das heisst: obwohl ich glaube, dass manche Menschen die Gabe der Heilung in besonderem Mass erhalten haben, bin ich der Ansicht, dass wir alle diese Gabe in uns tragen und auch für andere beten um Heilung beten sollen. Gott zeigt sich immer wieder in solchen Heilungen, die schlicht nicht erklärbar sind, und ich glaube, wir sollten mehr den Mut haben, für Leute zu beten und zu vertrauen, dass wir in Seiner Autorität handeln und von Ihm Vollmacht erhalten haben, dass auch Heilung geschieht. ABER ich habe grosse Mühe mit den extrem charismatischen Gruppierungen, die jedes Leid und jede Krankheit, die nicht weggeht, auf zu wenig Glauben oder Sünde oder was weiss ich was zurückführen. Ich bin Deiner Meinung, dass Gott halt manchmal nicht heilt und es nicht an uns ist, eine Erklärung zu finden, sondern dass wir in dem Fall den Auftrag haben, der Person beizustehen. Irgendwo habe ich mal gesehen: wer für einen anderen um Heilung betet, muss auch bereit sein, ihn im Leid zu tragen und bei ihm zu bleiben, wenn keine Heilung geschieht. Ich glaube also, dass Gott alles möglich ist und Er heute noch heilt, vor allem auch durch uns, wenn wir uns ihm zur Verfügung stellen. Aber solange wir in der eschatologischen Spannung leben, wo das Reich Gottes da ist und zugleich erst noch kommen muss, wird es auch Leid und Krankheit geben. Wir sind aufgerufen, auch da füreinander einzustehen. – Kleiner Nachtrag: ich habe auch eine instinktive Abneigung gegen diese Megaanlässe, wo der “Heilungsguru” kommt und wirkt. Sicher passieren da Wunder, aber die Gefahr, dass es zu einer Marketingmaschine wird und die Person ins Zentrum rückt anstatt Jesus, ist einfach riesig. Und da wir meiner Meinung nach alle berufen sind, für Heilung zu beten, braucht es diese Shows ja nicht zwingend ;-). Dir schönen Tag – und sorry für die Textlänge, aber das Thema kann man nicht in einem Satz abhandeln 🙂

    • Theolunke says:

      Hm, also du denkst dass alle Menschen die “Gabe der Heilung” in sich tragen? Ich denke, dass wenn es sich dabei um eine “Geistesgabe” handelt (also ‘charisma’ nach Paulus) dann lese ich dass nicht in der Bibel (dem einen ist diese Gabe gegeben, dem anderen eine andere …)

      Aber: Ich bin voll bei dir, wenn es darum geht, dass wir IMMER auch füreinander beten sollen – auch um Heilung! Da geht es nicht um eine besondere “Gabe” sondern darum, dass wir vertrauen, dass Gott unser Gebet hört und auch ERhört … nicht immer so, wie wir uns das vorstellen vielleicht, oder genau DANN wenn wir es uns wünschen.

      • Ich bin natürlich kein Theologe; ich habe eine Stelle in Erinnerung, wo Jesus seinen Jüngern den Auftrag und die Vollmacht gibt, Menschen zu heilen, und unsere Bewegung nimmt das (wenn ich sie darin richtig verstehe) für alle Nachfolger in Anspruch. Ich muss mir das aber auch einmal genauer ansehen 🙂 Und ich bin mit Dir einig, dass Gott nicht immer genau so reagiert, wie wir uns das gedacht haben – nicht nur bei Heilungsfragen 🙂

      • Theolunke says:

        🙂 bin auch kein Theologe (höchstens ein Theolunke 🙂 ) … aber wie gesagt, es geht mir hier schon ganz stark darum, dass wir 1. definitiv in VOLLMACHT beten sollen und darauf vertrauen, dass Gott dann auch eingreift. Das ist tatsächlich der Auftrag an alle Christen 🙂

      • Alissa says:

        Ja Theolunke und Claudia 🙂 – ich denke, daß ist der Punkte, den ich auch in meinem 3. Punkt nochmals habe – Ist uns tatsächlich BEWUSST, daß wir in VOLLMACHT beten Sollen und können? Und trauen wir IHM zu, daß er in VOLLMACHT durch uns handelt. Auch Dinge bewirkt, die wir uns nicht vorstellen können?

  2. Alissa says:

    Ich denke, ich bin da auch sehr Nahe bei eurer Meinung.
    Ja, Gott hat geheilt, heilt immer noch und wird auch in Zukunft heilen. Aber hierzu gibt es eben mehrere Punkte. In den ersten Punkten spreche ich mal nur von körperlicher Heilung:
    1. denke ich, es gab nur einen “Menschen”, der wirklich alle! heilte – Jesus Christus. Aber auch Jesus handelte zu der Zeit, als er Mensch auf Erden war, durch seinen Vater und auch er hatte die Vollmacht zu heilen durch seinen himmlischen Vater. Nicht er alleine heilte, sondern der dreieinige Gott. – aber er hatte als einziger “Mensch” auch die “vollkommen perfekte” Verbindung zu seinem Vater. Und Jesus war auch derjenige, der tatsächlich Menschen, durch die Vollmacht, die ihm sein Vater gegeben hat, wieder lebendig machen konnte (im körperlichen Sinne) – ich spreche hier jetzt nicht vom ewigen Leben beim Vater, wobei dieses ja auch nur durch Jesus möglich ist! Und dieses auferstehen zum ewigen Leben ist tatsächlich für alle(!) Menschen, die Jesus als ihren Erlöser annehmen!
    2. Heilung gab es in der Bibel zu allen Zeiten. Mal mehr, mal weniger. Auch schon im alten Testament. Und ich denke nicht, daß Heilung mit dem Kanon der Bibel aufgehört hat. Das kann ich auch niergends in der Bibel so finden.
    3. Ist die Gabe der Heilung eine Gabe wie jede andere (wie du das ja schon gesagt hast). Gaben werden an Menschen von Gott gegeben. ABER: da sie von Gott ist, gehört diese Gabe auch Gott. ER kann sie jederzeit geben und auch wieder nehmen. Und er kann sie in bestimmten Zeiten bestimmten Menschen in einem außerordentlichen großen Maß geben. Aber es ist eine Gabe, die jeder bekommen kann von Gott. Da aber jede (göttliche) Heilung nur einzig und alleine durch Gott geschieht und wir, als seine Kinder, auch ganz ihm gehören und ihm “zu Verfügung stehen, um als sein Werkzeug hier auf Erden zu dienen”, bin ich der Meinung, daß jeder Christ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes heilen kann.
    4. So wie die Gabe uns von Gott geschenkt ist, so ist auch unsere Gesundheit uns von Gott geschenkt. Es gehört uns NICHTS! Noch nicht mal unser Leben, schon gar nicht irgendwelche materiellen Dinge oder eben unsere Gesundheit oder gar irgendwelche Familienangehörige, Partner oder Feunde. Alles haben wir als Geschenk und ein Stückweit als Leihgabe von Gott. Und daher ist es Gott alleine, der entscheidet, ob ein Mensch gesund bleibt oder wird oder ob ein Mensch krank ist. Und oft ist es aus menschlicher Sicht nicht verständlich, warum ein Mensch gesund wird oder eben auch nicht. Aber hier gilt: “Gottes Kindern dienen alle Dinge zum Besten”. Wir kennen Gottes großen Plan nicht. Wir sehen nur ein einziges kleines Mosaiksteinchen und denken, wir wüßten genau, wie dieses auszusehen hat. Aber nur Gott kennt das gesamte Bild und weiß, was gut ist. Und daher ist es in seiner Vollmacht, Menschen gesund zu machen oder nicht.
    5. hat Krankheit keine direkte äquivalenz zu Sünde. Ja, durch die Sünde ansich ist auch die Krankheit in die Welt gekommen, aber auch die Geburtswehen, das harte Arbeiten auf dem Feld oder heutzutage im Büro ;)…. , und eben, wie du bereits sagtest, sehe ich keinen direkten Zusammenhang eines einzelnen Menschen zwischen Sünde und Krankheit. Zum einen ist jeder Mensch sündig und solange wir auf der Erde sind, ist unser Fleisch schwach. Aber es gibt auch für jeden Menschen die Vergebung der Sünden. Ich denke schon, daß krankheit manchmal dazu dient, daß wir als menschen über etwas in unserem Leben nachdenken, manchmal dient es auch dazu, daß ich einfach mal wieder zu Ruhe komme oder innehalte, weil ich zum bsp zu viel gearbeitet habe und manchmal dient es auch dazu, daß ich anderen Menschen in ganz anderen Lebenssituation begegnen kann. (Wieviel Menschen haben zB im Krankhaus anderen von Gott erzählen können oder gar anderen das Evangelium nahe bringen können – auch unser Pastor wurde im Krankenhaus durch einen Mitpatienten gläubig…). Und es gibt sicher noch viel mehr Punkte, wofür Krankheiten dienen.
    6. denke ich auch, daß Gott uns zur Nächstenliebe berufen hat, und dazu, unser Wissen und unsere Fähigkeiten einzusetzen. ZB als Ärzte, Krankenschwestern, aber auch Lehrer, oder auch Ingenieure(die die Geräte entwickeln, oder auch Häuser bauen, damit Leute gesund leben können), oder auch Bänker (die mit ermöglichen, daß Leute Häuser kaufen können) oder Sachbearbeiter oder Köche oder einfach nur Menschen mit Verstand und Wissen .. Und das wir unser Wissen einsetzen sollen, um Verantwortlich mit unser eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer umzugehen. Hier fällt nun viel rein… z.B. auch Sport und Entspannungsübungen, Verantwortlicher Umgang mit meiner Zeit am Arbeitsplatz, aber auch meinem Streß in der Freizeit oder meiner Belastung in der Gemeinde. Aber auch sowas wie Umweltschutz oder Hygiene, gute Ernährung… natürlich läßt sich dadurch ncht jede Krankheit vermeiden oder heilen. Das ist mir durchaus bewußt. Aber es ist ein teilaspekt der Thematik – GOtt heilt, aber Gott hat uns auch eine Eigenverantwortung gegeben und befähigt uns dazu, mit dieser Verantwortung auch umzugehen. Und natürlich hat er uns auch das Wissen über Krankheiten, Operationen und Medikamente gegeben, damit wir sie in guter Weise einsetzen – auch diese Dinge sind iuns von Gott geschenkt.

    So, jetzt habe ich leider doch sehr viel geschrieben. Sorry, das Thema läßt sich irgendwie nicht mit 3 Sätzen abhandeln. Und es sicher immer noch unvollständig. Aber jetzt kann man ja gerne mal über die einzelnen Punkte weiter sich unterhalten.

    • Hallo Alissa,
      Gehe sehr mit Dir einig; Du hast das super ausgedrückt. Bei 5 geht es mir ähnlich wie dem Theolunken – ich glaube, dass es einen Zusammenhang geben KANN, aber wenn, wird Gott uns das auch zeigen. Ich habe auch etwas Mühe mit dieser Aussage, weil sie so oft missbraucht wird, um Menschen zu verurteilen, die schon genug zu tragen haben. Wichtig ist sicher auch der Satz von Theolunke, dass wir nicht krampfhaft nach Gründen “graben” sollen – manches werden wir nie erklären können.

  3. Theolunke says:

    Zu 1: Naja, diese “Volmacht” die Jesus hatte – haben wir die nicht auch? Jesus sagt ja selbst: “Ihr werdet noch größere Dinge tun” … (Johannes 14,12) … ich frage mich manchmal, warum man von diesen “Größeren Dingen” in unserer westlichen Welt kaum etwas sieht …

    Zu 2: Stimme ich voll zu

    Zu 3: Jeder Christ kann im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes heilen? Hm, ich weiß nicht .. ich denke, jeder Christ kann (und soll) um Heilung BETEN – aber, wie du schon geschrieben hast, es liegt an Gott, wie er wirkt!

    Zu 4: Stimme ich ebenfalls zu

    Zu 5: Bin mir da nicht ganz sicher – was ist mit Stellen wie Psalm 38,4 oder Micha 6,13? Ich denke schon, dass ein Zusammenhang bestehen KANN (wobei ja Hiob ein Argument für das Gegenteil wäre) …. Meiner Meinung nach sollte man sich nicht zu lange mit der Frage aufhalten WARUM etwas geschehen ist oder Gott etwas zulässt. Sondern darauf vertrauen, dass “denen, die Gott lieben ALLE Dinge zum Besten dienen”

    Zu 6: Stimme ich soweit auch zu 🙂

    LG
    Der Theolunke

    • Alissa says:

      Ja, super für eure Kommentare.
      Ok, ich würfle die Punkte jetzt etwas ducheinander 🙂

      Zu 3.) – ja, stimmt, Roman. Ich meinte mit KANN nicht unbedingt, daß es immer “funktioniert” – du hast das besser ausgedrückt. Jeder SOLL dafür BETEN. Und durch JEDEN KANN meiner Meinung nach Gott heilen – wenn es SEIN Wille eben ist!

      Zu 1.) Huui, das ist sicher einer der schwierigsten Punkte. Ja, es stimmt, wir werden noch viel größeres tun. Ich denke oft, daß wir Gott viel weniger zutrauen, daß er durch uns handelt… Vllt ist dies auch einer der Knackpunkte. Daß wir oft gar nicht darauf vertrauen, daß Gott durch uns große Dinge wirkt. Bzw. daß wir es “anscheinend uns” nicht zutrauen, daß Gott große Dinge durch uns bewirken kann – dabei machen wir aber nicht UNS klein, sondern IHN -> denn es ist egal, wie groß oder klein wir scheinbar sind, GOTT alleine ist es, der wirkt. Aber evtl. sind wir gar nicht “reif” genug, oder “vertrauen IHM genug” oder würden überhaupt damit umgehen können, wenn Gott durch uns große bzw. noch größere Dinge wirkt.
      Dies sind jetzt alles Gedankenanstöße und überlegungen – keine ausgereiften Theorien 🙂
      Aber gute Frage! Warum erleben wir Gott nicht in der vollen Größe, in der er es könnte oder eben zugesagt hat.
      Was sind diese größeren Dinge – ist damit die körperliche Heilung gemeint?

      Zu 5.) Das ist sicher auch einer der schwierigsten Punkte. ja stimmt, ich bin sicher etwas auf der anderen Seite des Pferdes runtergefallen. Nachdem ich ein echtes Probleme mit den Leuten habe, bzw mit ihrem Gedanken, die bei jeder Krankheiten gleich eine direkte Sünde im leben des Menschen sehen bzw. wenn er eben nicht geheilt wird. Das ist für mich dann zu einfach – aber ich habe es mir dann auch einfach gemacht, einfach die andere Position zu vertreten.
      Wobei ich den Punkt mit einem Verantwortlichen Umgang meiner Gesundheit auch als Sünde sehe. Sprich, wenn ich meinen Körper vernachlässige oder gar zerstöre bzw. beschädige durch mein Handeln, dann ist das auch eine Art Sünde. Denn Gott hat uns diesen Körper und unser Leben auf der Erde geschenkt und unser Körper als ein Tempel Gottes ist IHM heilig. – ich weiß, dies ist auch eine steile These, aber mal so als Input. Und damit gibt es in diesem Fall tatsächlich einen trivialen Zusammenhang zwischen Sünde und Kranheit.
      Zum einen müssen wir aber selbst solche trivialen Zusammenhänge nicht einfach dann hinnehmen und für immer und ewig uns dafür verdammen oder beschuldigen – wir können, dürfen und sollen für ALLES Gottes Vergebung annehmen. Und wenn ER uns ALLES vergibt und ALLES hinwegnimmt, was zwischen uns steht, dann dürfen und sollen wir uns auch selber vergeben! Das heißt dann nicht, daß die Krankheit dann wieder weg ist, aber wir dürfen trotzdem sicher sein, daß ER uns vergibt. Denn er sagt uns dies in seinem Wort zu. Und dann müssen wir auch nicht weiter darüber nachgrübeln, sondern dürfen unser Handeln ganz IHM abgeben und weiter, als reingewaschene Menschen, leben. Hallelujah.
      Und dann gibt es sicher auch die nicht ganz so trivialen Zusammenhänge…..

  4. ES STEHT GESCHRIEBEN:
    Jes 53,4 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

    Mehr brauchts eigentlich nicht, Jesus HAT bereits jede Krankheit besiegt. Wir Christen müssen anfangen in diesem bewusstsein zu leben..

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s