Tag 26: “… und folge seinen Geboten!” – Eine Alltags-Herausforderung!

Am Vortag hieß es noch aus Prediger 12: “Fürchte Gott” – gut, ich denke das bekomme ich ganz gut hin, wenn ich mir einfach mal vor Augen führe, dass ich aus mir selbst heraus, also  mit meiner eigenen Kraft, schuldig vor Gott stehe. Und Strafe verdient hätte … da klappt das mit dem “Fürchten” schon gut. Es gibt eine bemerkenswerte Predigt von Jonathan Edwards, einem Prediger, durch den Gott eine gewaltige Erweckung geschenkt hat. Diese hat den Titel “Sinners in the hand of an angry god!”

Quelle: Wikipedia

Da malt er mit sehr erschreckenden Bildern eine Vision vor die Augen seiner Zuhörer, man sagt, dass sich manche der eigenen Sündhaftigkeit und der drohenden Strafe so bewusst waren, dass sie sich zitternd und mit schlotternden Knien an den Säulen der Versammlungshallen festgehalten haben, um nicht in die Abgründe der Hölle zu stürzen … tja, das waren noch ganz andere Zeiten, damals war es noch nicht politisch unkorrekt und gesellschaftlich wenig akzeptiert, über Höllenfeuer und ewigen Tod zu reden. Aber egal, das soll heute nicht mein Thema sein. Ich dachte mir, nach der doch sehr schweren Kost gestern gehe ich es heute etwas gemütlicher an: Seinen Geboten folgen – soll wohl nicht so schwer sein! Immerhin bin ich ein anständiger Mensch, ich töte nicht, ich stehle nicht, ich betrüge eigentlich niemanden, bin (im Großen und Ganzen) auch recht ehrlich und so weiter. Es sollte also überhaupt kein Problem sein, einen Tag lang “seinen Geboten folgen!”. Dachte ich zumindest. Oder wenigstens hoffte ich es ein bisschen!

Quelle: Fotolia

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Es kam aber (wie der eine oder andere Leser vielleicht schon vermutet hat) doch anders. Gleich zu Beginn “übersah” ich eine rote Fußgängerampel. Nein, also ich “übersah” sie nicht wirklich, ich registrierte die Tatsache der roten Ampel leider nur höchst peripher (das heißt, am Rande)! Da fiel mir ein, laut Bibel sollte man doch die menschlichen Gesetze halten. “Mist!” entfuhr es mir da gleich “das heißt auch, keinen km/h zu schnell fahren, oder?” Das kann ja heiter werden … Trotzdem schaffte ich es, den Vormittag mehr oder weniger unbeschadet zu überstehen. So schwer ist es ja dann doch nicht, man sollte nur allgemein darauf schauen, dass man nicht allzu viel tut. Dieser Gedanke gefiel mir dann ganz gut – die meisten Gebote besagen doch, man sollte etwas NICHT tun! Also “Nicht töten”, “Nicht stehlen”, “Nicht ehebrechen” und so weiter. Wenn man also möglichst NICHTS tut, macht man wenig falsch (ein Gedanke, denn übrigens anscheinend auch manche Politiker immer wieder haben – leider!) Aber zu Mittag “tippte Gott mir dann etwas auf die Schulter”  – also im übertragenen Sinn. Mir schoss der Gedanke ein: “Aber was ist mit ‘Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Verstand, deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Herzen’???” Ups – genau, da war doch was. Und “Mitmenschen lieben” wird auch sehr schwierig mit dem Motto, möglichst wenig zu tun! Also, das ist definitiv KEIN gangbarer Weg! Aber nun wir des auch sehr herausfordernd – denn wie liebt man “Gott mit ganzem Verstand, ganzer Kraft und ganzem Herzen?” Ich denke, es ist ein guter Anfang wenn wir uns immer wieder Zeit nehmen, um mit ihm zu reden. Um uns bewusst zu machen, dass er da ist! Dass er sich für unser Leben interessiert. Das kann auf einer Parkbank auf dem Heimweg sein, bei der Kaffeepause im Büro oder im Bus oder Auto bei der Fahrt nach Hause. Es gibt IMMER Möglichkeiten, inne zu halten und auf Gott zu schauen. Und wenn wir solche Zeiten in unseren Tag einbauen, werden wir plötzlich ganz praktisch Gelegenheiten sehen, wo wir andere lieben können. Wo wir jemandem helfen können. Wo wir an jemanden ein freundliches Wort, eine Ermutigung oder ein Lob aussprechen können. Und das nicht nur einmal (nach dem Motto: Jeden Tag EINE gute Tat) – sondern ständig! So lieben wir Gott UND unseren Nächsten.

Es gibt sicher noch mehr Tipps und Hilfsmittel, wie wir Gott ganz praktisch “lieben” können mit unserem ganzen Herzen, Verstand und aller Kraft! Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrungen oder Anregungen, die ihr hier weitergeben möchtet! Ich wünsche euch jetzt auf jeden Fall eine gute Nacht!

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One Response to Tag 26: “… und folge seinen Geboten!” – Eine Alltags-Herausforderung!

  1. monika scamoni says:

    o je, kalt erwischt. das mit dem wenig tun- kann nix falsch maschen.

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