Tag 25: Fürchte Gott …

Das Thema des gestrigen Tages hatte viel mit meiner Predigt zu tun! Ich musste an die Worte von Andreas Eyl vor einer Woche denken – er sprach über den Text aus Prediger 12,13, wo Salomo die “Quintessenz”, also das Wesentliche seiner Beobachtungen mitteilte. Sein Fazit war: “Fürchte Gott …”

Bildquelle: Wikipedia

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Das ist irgendwie – befremdlich, oder? Ich meine, Gott ist doch ein “Lieber Gott”, er ist unser “Vater im Himmel”, er ist doch gut und nett und toll! Oder? Gott fürchten, das ist irgendwie nicht so gefragt. Es wird dann oft noch versucht, die Bibel hier zu retten und zu sagen: “Naja, man meint halt so etwas wie Ehrfurcht haben vor Gott” … das stimmt zu einem gewissen Teil auch, aber zu einem (größeren) Teil bedeutet das, was da steht, schlicht und einfach: “FÜRCHTE GOTT!”

Es gibt ja auch noch andere Menschen, die sich zu viel fürchten. Die Gott als eine Art universalen Aufseher kennengelernt haben, der in Big Brother Manier alles kontrolliert und überwacht – die NSA ist ein Kindergeburtstag dagegen! Lieder wie “Pass auf kleines Auge was du siehst – denn der Vater im Himmel sieht alles genau” haben zu diesem Bild geführt. Solche Menschen leben im Alltag leicht geduckt und immer sprungbereit, weil sie ja jederzeit unbeabsichtigt gegen ein Gebot verstoßen könnten und dann von Gott eine auf´s Dach bekommen. Aber diese Sicht passt nicht wirklich zum Buch “Prediger”, wo so oft drinsteht “GENIESSE dein Leben”

Also – zuallererst mal die Frage, warum sollen wir uns vor Gott fürchten! Siehe dabei auch meine Predigt eben von gestern (HIER). Der Grund ist ganz einfach: Weil Gott heilig ist – und absolut gerecht! Und wir Menschen sind es nicht – wir sind das genaue Gegenteil davon. Vor Gott sind wir schuldig wie die Nacht finster! Und als gerechter Gott kann er das nicht stehenlassen. Da MUSS er was dagegen tun. Weil sonst wäre er ja nicht gerecht, oder? Also – wenn ein allmächtiger und gerechter Gott GEGEN uns ist … nun, dann ist Furcht wohl die richtige Reaktion! Oder? Auch im Neuen Testament lesen wir das, im Hebräerbrief schreibt der Autor: “Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen“! Tatsächlich ist es so, dass wir aus uns selbst heraus (Salomo nennt das “unter der Sonne”) in dieser Situation sind! Wenn wir uns auf uns selbst verlassen, dann sieht es ziemlich düster aus!

Nun, die Lösung dafür (lest ihr auch in der Predigt) ist natürlich Jesus. Aber davon will ich jetzt gar nicht schreiben – wir bleiben mal beim “Fürchte dich”! Was kann dass denn für Christen bedeuten! Für MICH bedeuten? Wir haben ja “die Lösung” schon. Oder nicht? Ich persönlich habe mich von diesen Worten wieder ein bisschen neu herausfordern lassen. Ich möchte mein eigenes Bild von Gott, dass ich so im Kopf hab, wieder neu hinterfragen. Sehe ich ihn zu sehr einfach nur als “Lieben Opi-Gott mit weißem Bart?” Oder als “Wunsch-Erfüll-Automat” der gefälligst auf meine Gebete zu antworten hat – und mir die Dinge geben soll, die ich will? Wie sieht es aus, in meinen Gebeten – bin ich mir da bewusst, mit wem ich rede? Es ist mir dabei gestern aufgefallen: Es verändert die ART wie ich bete, wenn ich mir das bewusst mache! Wenn ich zu beten beginne, dann will ich in Zukunft wieder mehr inne halten. Und darüber nachdenken, wie Gott ist! Und wer er ist! Und wie gewaltig die Schuld ist, die er mir vergeben musste, DAMIT ich beten kann! Und ich werde neu erfüllt mit Dankbarkeit – Dankbarkeit, weil ich zu diesem allmächtigen, ewigen, gerechten und furchteinflössenden Gott “Papa” sagen darf! Und das ist einfach SUPER!

PS: HIER <– geht es zur Erklärung, was es mit diesem “30-Tage-Experiment” auf sich hat!

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