Tag 24: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!

Gestern habe ich mich mit dem Vers aus dem allerersten Kapitel von Prediger beschäftigt. In 1 Vers 14 schreibt Salomo: “Ich beobachtete, was auf der Welt geschieht, und erkannte: Alles ist vergebliche Mühe – gerade so, als wollte man den Wind einfangen.“!

Quelle: roehrer-privat.de

Alles ist vergebliche Mühe – ein durchaus deprimierender Befund, als Menschen geben wir unser Bestes, strengen uns an, versuchen ein Leben zu führen, das “gelingt” und erfolgreich ist! Und einer der weisesten Männer der Welt kommt zu dem Schluss: “Freunde, es ist alles SINNLOS!” Und wo kein Sinn da ist im Leben, da gibt es auch keine Hoffnung. Also Hoffnung, die über den Tod hinaus geht (der Tod ist ja auch eines der Lieblingsthemen von Salomo)! Darum der Befund – die Lage ist hoffnungslos! Aber sie ist nicht ernst! Denn Salomo beobachtet das Leben “unter der Sonne”, er sieht alles aus einem Blickwinkel, in dem Gott vollkommen ausgeblendet ist! Später – also am Ende – kommt er nämlich zu dem Schluss: Wenn wir Gott in die Gleichung mit hineinnehmen, dann bleibt am Ende ein Sinn! Dann gibt es Hoffnung! Dann haben wir eine Perspektive, die über den Tod hinaus geht!

Natürlich, ich beschäftige mich gerade auch in meiner Predigtvorbereitung für morgen mit diesen Gedanken. Es ist tatsächlich die Frage, was hat all das, was wir so machen, wo wir unser Bestes geben, wo wir alles dran setzen um erfolgreich zu sein – ganz egal ob das jetzt im “Alltag” ist oder auch in der Kirchengemeinde – was hat das alles für bleibenden Wert? Und irgendwie kam mir das ganze sehr hoffnungslos vor. Sagt übrigens auch die Bibel (Mehr dazu morgen in der Predigt).

Eine kleine Geschichte dazu aus einem meiner Lieblingsbücher “Red Moon Rising” (HIER gibt´s die Rezension von mir dazu):

“Pete?” sagte er. “Herzlichen Glückwunsch! Deine Art und Weise, Jericho zu erobern, macht total Sinn …” Dann gab es eine etwas unangenehme Pause, und ich ahnte schon, was gleich kommen würde. “Das einzige Problem ist, mein Sohn, dass sie nicht wirklich funktioniert.” Ich wusste dass das stimmte. Acht Jahre harte Arbeit – und nun zusätzlich die Ideen, wie man junge Gemeinden miteinander vernetzen könnte – brachte trotz allem Einsatz nicht annähernd das Ergebnis, was wir eigentlich sehen wollten. “Auf der anderen Seite”, fuhr Gott mit Genuss fort, “macht meine Art und Weise, Jericho zu erobern, überhaupt keinen Sinn!” Er betonte jedes einzelne Wort, und zweifellos musste er über die Ironie des Ganzen lächeln. “Aber”, und jetzt kam der Brüller “es funktioniert!!

(Gottes Art und Weise, Jericho zu erobern, kannst du im Buch Josua 6 im Alten Testament nachlesen)

Ich möchte meine Arbeit, all das was ich tue, neu hinterfragen. Möchte Gott bitten, dass er mir zeigt, was SEIN Plan ist, um Dinge zu tun! Ich selbst – und das behaupte ich einfach mal – kann ganz gut Dinge initiieren, bin kreativ und packe gerne Projekte an! Und ich bin gar nicht mal so schlecht darin. Aber vielleicht stehe ich Gott durch meine eigenen Ideen und durchaus gut gemeinten Ansätze öfter mal im Weg! “Gut gemeint” ist ja auch oft das Gegenteil von “Gut” – vielleicht ist es Gottes Plan, Jericho mit Posaunen und Lobpreis zu erobern! Und nicht mit ausgefeilten Kriegsstrategien und Konzepten, die menschlich gesprochen durchaus “Sinn” machen!

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