Tag 18+19: Geboren werden – oder sterben?

Inntalradweg bei Sonnenschein

Heute wollte ich das 30-Tage Experiment eigentlich abbrechen … aus – persönlichen Gründen, die ich hier nicht näher ausführen möchte. Es ist momentan definitiv nicht leicht für mich – und trotzdem habe ich auch im Buch Prediger Hilfe gefunden (lies nach im Kapitel 3 – ganz einfach auch über http://www.bibelserver.com und dann “Prediger 3” eingeben):

Alles hat seine Zeit … Geboren werden hat seine Zeit – oder manchmal, warum weiß nur Gott, hat auch Nicht-geboren-werden seine Zeit! 

Interessanterweise stellt sich mir gerade in diesen Tagen die Frage nach dem “Warum” – eine Frage, die mich nach meinem Unfall nicht wirklich belastet hat. Ich wusste immer, dass ich in Gottes Hand geborgen bin und er einen guten Plan hat. Er hat alles gut gemacht – zu seiner Zeit! Und auch wenn man zutiefst überzeugt ist von dieser Wahrheit – in manchen Stunden hilft dieser Gedanke gar nicht!

Der Kern des Problems

Aber wo liegt eigentlich “der Hund begraben”? Ich denke, ein Problem ist die Frage nach dem “Warum” an sich. Das ist sicherlich eine zutiefst menschliche Frage, eine Frage, um die wir nicht herumkommen. Wir MÜSSEN uns dieser Frage stellen – aber was, wenn es keine Antwort gibt? Auch darauf bereitet uns das Buch Prediger vor: “Niemand kann das Werk Gottes erkunden, niemand weiß, letztendlich warum Gott Dinge zulässt.”
Wie wir trotzdem weitermachen können? Es kommt der Punkt, wo man die Frage nach dem “Warum” abgeben sollte. Abgeben bei Gott, demjenigen, der alles in seiner Hand hat! Von dem die Bibel sagt, er ist “gut” und “Gott ist Liebe”!
Das ist letztendlich ein Akt des Vertrauens – und gerade in Zeiten persönlicher Enttäuschung ist “Vertrauen” nicht leicht! Vielleicht ist das gerade die größte Herausforderung in herausfordernden Situationen. Wenn uns Schwierigkeiten oder Leid begegnen.

Aber das ist die Herausforderung, der wir uns in der Situation manchmal stellen müssen. Das ist vielleicht nicht leichter, als sich der Frage nach dem “Warum” zu stellen. Aber es lohnt sich!

Ich habe am Tag 11 schon das Thema “Leid” angeschnitten. Auch da habe ich schon ein paar Gedanken dazu geteilt! Sich damit auseinanderzusetzen ist nicht einfach – aber ich bleibe da dran!

PS: HIER <– geht es zur Erklärung, was es mit diesem “30-Tage-Experiment” auf sich hat! Die Beschäftigung mit den “Weisheiten Salomos” begleitet mich momentan durch den Alltag!

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8 Responses to Tag 18+19: Geboren werden – oder sterben?

  1. Pingback: Tag 18: Geboren werden – oder sterben? |

  2. Maria Papadopoulou says:

    Hallo Roman,
    dass die Frage nach dem Warum eine “zutiefst menschliche Frage” sei stimmt nicht. Sucht man bei bibleserver.com nach “Warum” kommen über 300 Ergebnisse und die Fragen, die gestellt werden, weisen letzlich auf einen Missstand hin:
    1Mo 3,13 Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.
    1Mo 4,6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick?
    Allein bei diesen beiden Fragen will Gott den Menschen klar machen, dass ihre Beweggründe nicht gut waren.

    Hier wird die Frage gleich mehrmals in Folge gestellt, diesmal von einem Menschen. Achte bitte auf die Antwort:
    1Mo 20,9 Und Abimelech rief Abraham auch herzu und sprach zu ihm: Warum hast du uns das angetan? Und was habe ich an dir gesündigt, dass du eine so große Sünde wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast an mir gehandelt, wie man nicht handeln soll.
    10 Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Wie bist du dazu gekommen, dass du solches getan hast?
    11 Abraham sprach: Ich dachte, gewiss ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich um meiner Frau willen umbringen.

    An dieser Stelle aber wurde die Warumfrage nicht ausgeschrieben und das hat sicherlich auch seinen Grund:
    1Mo 21,25 Und Abraham stellte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.
    26 Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; weder hast du mir’s angesagt noch hab ich’s gehört bis heute.

    Mit diesem Kommentar bezwecke ich nicht dir mein vermeintliches Bibelwissen einzureden (so wie ich dich kenne würde das eh nicht funktionieren ;-)). Und so ganz weiß ich nicht was du mit “Frage abgeben” meinst, das hört sich für mich nach Jargon an. Doch eins ist klar: durch die ganze Bibel hindurch, ja die Bibel selbst, ist ein Zeugnis dafür, dass Gott sich uns Menschen erkenntlich machen will und ich bin sicher, dass er sich dir persönlich auch verständlich machen will. Nun kannst du darauf vertrauen, dass er das auf seine Art tun wird und bestimmt auf eine liebevolle Weise, wie nur er es kann.

    • theolunke says:

      Gott macht sich uns erkenntlich – tja, aber er beantwortet die Frage nach dem “Warum” nicht immer. Wie war das bei Hiob – bekam er eine Antwort auf die Frage nach dem “Warum” musste ich leiden? Zumindest im Buch Hiob nicht … da wissen WIR die Antwort, weil wir den “Prolog im Himmel” kennen …

      Hiob stellte die Frage aber am Ende nicht mehr, weil er “Gott erkannt” hat … das meine ich mit “abgeben”! Er wollte Gott anklagen, eine Antwort auf seine Fragen haben – und am Ende sagt er: “Nun muss ich schweigen und sage nichts mehr – weil jetzt habe ich Gott erkannt”

      Gott geht es – und so habe ich es erfahren – nicht immer darum, dass wir eine Antwort auf die Frage nach dem Warum bekommen … sondern er wünscht sich, dass wir ihn erkennen! Darum geht es … und dann tritt die Frage in den HIntergrund!

      • Maria Papadopoulou says:

        Was du schreibst erklärt zum einen, dass es in unserem eigenen Leben nicht um uns selbst geht.
        Und ich denke schon, dass Gott Hiob geantwortet hat, denn die letzten Kapitel weisen ihn zurecht. Ein anderes Thema ist es, ob Hiob akzeptiert was er zu hören bekommt. Und wenn Gott ihm erzählt, wie er die Welt geschaffen hat, so sagt er ihm damit auch, dass er das auch für ihn tat. Gott selbst hat diese Welt nicht nötig.

        Mir ist aufgefallen, dass Menschen oftmals nur bestimmte Dinge von Gott hören wollen und alles andere wird in den Wind geschlagen. Entweder wir lassen Gott reden und hören ihm zu (das gilt für die Predigt genauso) oder wir gehen unsere eigenen Wege und handeln nach unserem eigenen Ermessen, was schließlich unser Verderben zur Folge hat. Nach Predigern Ausschau zu halten, die sagen was wir hören wollen ist schlichtweg fatal.

        Eine weitere Beobachtung möchte ich mit dir teilen: jeder, der durch Leid geprüft wird, wächst. Oder sollte ich sogar so dreist sein und behaupten, dass Leid zum Wachstum dazugehört?
        Der Prediger 7,1-6 sagt folgendes (und du kennst es ohnehin schon):

        Ein guter Ruf ist besser als gute Salbe und der Tag des Todes besser als der Tag der Geburt.
        Es ist besser, in ein Haus zu gehen, wo man trauert, als in ein Haus, wo man feiert; denn da zeigt sich das Ende aller Menschen, und der Lebende nehme es zu Herzen! Trauern ist besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. Das Herz der Weisen ist dort, wo man trauert, aber das Herz der Toren dort, wo man sich freut. Es ist besser, das Schelten des Weisen zu hören als den Gesang der Toren. Denn wie das Krachen der Dornen unter den Töpfen, so ist das Lachen der Toren; auch das ist eitel.

        Jeder, der danach sinnt, dass es ihm selbst gut geht schert sich nicht um die, denen es schlecht geht. Gott will aber, dass wir uns um die Bedürftigen kümmern, wie er es tat. Schließlich wird folgendes passieren Mt 25,34-40:
        Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
        Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

      • theolunke says:

        🙂 Tja, auch hier wieder, viel Wahres dran …
        Aber gerade Bibelstellen wie dass man “wächst” durch Leiden ist – zumindest für mich persönlich – eine unbefriedigende Antwort. Klar ist das der theologische Hintergrund und führt somit definitiv zu etwas Gutem (Gott kann – und wird – selbst aus dem schlimmsten Leid Gutes entstehen lassen) … aber das ist für mich keine Antwort auf die “Warum” Frage. Hat Gott keine anderen Möglichkeiten? Ist er so “eingeschränkt”? Oder läuft vielleicht nur mal wieder eine kleine Wette zwischen Gott und dem Teufel? Weißt du es? Ich weiß es nicht … aber das ist nicht das Problem! Das Problem ist die Frage: “Vertraue ich Gott” … “Kenne ich Gott wirklich” …

        Beispiel: Wenn mir jemand sagt: “Warum Gott deinen Unfall zugelassen hat? Naja, damit du durch das Leid wachsen kannst – ach ja, und außerdem kannst du vielen anderen dadurch dienen, dass du ein gutes Vorbild sein kannst, usw.”
        JAAA – das mag alles sein, ist aber für mich keine befriedigende Antwort. Das klingt nach: “Naja, irgendeinen Grund wird es schon haben – oh, hier das wäre ja eine Möglichkeit” … Nein, da bleibe ich lieber bei dem, was ich sicher weiß: Nämlich, dass ich KEINE sichere Antwort habe … klar, ich kann Mutmaßungen anstellen, raten, mir eine theologische Antwort zurechtlegen … aber vielleicht war der Ausgang des Vorfalles ein Gespräch zwischen Gott und dem Teufel … oder was ganz anderes 🙂

        Aber wir können über diese Fragen auch gerne mal bei einem Kaffee weiter reden 🙂

  3. Maria Papadopoulou says:

    Als nächstes willst du mir weißmachen, dass Gott und Satan gemeinsame Interessen hätten!!!!!! Ja, Hiob mied das Böse und hatte Ehrfurcht vor Gott, doch das hätte ihn dazu bewegen müssen seine Kinder zu unterweisen, stattdessen lesen wir:

    Hiob 5,4-5: Jahr für Jahr feierten seine Söhne reihum in ihren Häusern Feste, zu denen sie auch ihre Schwestern einluden. Immer wenn die Festtage vorbei waren, ließ Hiob seine Kinder zu sich kommen, um sich mit ihnen auf ein Opfer vorzubereiten. Schon früh am Morgen stand er auf und brachte Gott viele Brandopfer dar, für jedes Kind eins. Das tat Hiob jedes Mal, denn er dachte: “Vielleicht haben sie bei ihren Gelagen Gott insgeheim verlassen und sich von ihm losgesagt.”

    Wieso hatte er seine Kinder nicht unterwiesen und stattdessen mit ihnen Feste gefeiert?! Und hinterher dann Brandopfer gebracht, um Gott “ruhigzustellen”?! Meinte er wohl es wär genug, wenn er allein sich um Gott scherte? Oder hatte er Angst er gelte als Spielverderber wenn er ihnen sagt: “Gott ist ein eifersüchtiger Gott!”? Hatte er seine Kinder denn nicht lieb genug, um sie zu warnen? Wohl gemerkt stehen diese Verse VOR Gottes Unterhaltung mit Satan.

    Klar ist das keine Antwort auf deine persönliche Frage nach dem Warum, doch kann und will ich nicht glauben, dass Gott etwas aus Willkür macht, weder bei dir, noch bei Hiob, noch bei sonst wem. Und aus Gnade unterweist er uns solange es Heute für uns gibt. Vielleicht ist Gott unser Heil wichtiger, als das, was wir von ihm denken mögen und greift zu extremen Mitteln. Siehe am Kreuz, denn da hing sein Sohn ganz elend, ein totaler Loser und selbst das ließ er zu. Aus Liebe hing er da und wenn du bekümmert bist und von allem genug hast, dann fühlt er mit dir.

    Und wir werden wohl ganze Kaffeenachmittage brauchen, um das Thema weiter zu verfolgen. Denn wie ich sehe willst weder du noch ich klein beigeben und die Herausforderung nehm ich gern an! Lieber zerre und ringe ich mit dir als dich da im Trübsal hocken zu sehn!

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