Tag 13: Versprochen ist versprochen!

Wer von euch kennt noch den Film mit Arnold Schwarzenegger “Versprochen ist versprochen!” Arnie versucht als verzweifelter Vater seinem Sohn den neuen “Turbo Man” zu Weihnachten zu besorgen – immerhin hat er es ihm fest versprochen! Der Film ist eine mäßig witzige Actionkomödie, und falls ihr diese NICHT gesehen habt, so seid versichert: “Ihr habt nichts wesentliches versäumt!”

Allerdings scheint dieses Thema auch bei Salomo im Buch “Prediger” auf. Am 13. Tag meines 30-Tage Experiments mit den “Schätzen der Weisheit im Alltag” stoße ich auf den Vers (im 5. Kapitel, Vers 3): “Wenn du vor Gott ein Gelübde abgelegt hast, dann zögere nicht, es zu erfüllen! Menschen, die leichtfertige Versprechungen machen, gefallen Gott nicht – darum tu, was du ihm geschworen hast!” Oder anders formuliert: “Versprochen ist versprochen …”

Worum geht es hier?

Also erstens, worum geht es hier – und zweitens, was hatte das heute mit meinem Alltag zu tun? Zu Salomos Zeiten war es durchaus möglich, dass Leute vor Gott ein “Gelübde” ablegten. Das konnte sein, dass man sich zum Beispiel für eine bestimmte Zeit “Gott weihte”, dass man fastete oder ähnliches. Nun sagt die Bibel hier – durchaus nachvollziehbar – DENKE NACH bevor du Gott etwas versprichst. Niemand mag es, wenn man ein Versprechen nicht hält. Nun muss ich hier mal ein Geständnis machen: Als kleiner Knirps habe ich früher schon öfter mit Gott “verhandelt”, so zum Beispiel: “Wenn das und das gelingt, dann werde ich nächste Woche jeden Tag also fast jeden Tag beten!” oder “Bitte hilf mir in dieser Schularbeit, dann werde ich auch ganz bestimmt mehr Bibellesen” (man könnte hier anmerken, dass mehr LERNEN der ganzen Sache zuträglicher gewesen wäre … aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer).
Soweit ich mich erinnern kann, war allerdings meine Ernsthaftigkeit im Bezug auf diese Versprechen – naja, sagen wir mal überschaubar.

Was war denn da der Fehler? Sollte man denn gar nichts “versprechen” vor Gott? Sind solche “Gelübde” nur ein Relikt aus dem Alten Testament und deswegen für uns belanglos? Das wäre zwar einfach (und manchmal hat man bei Christen heutzutage den Eindruck, das wäre so), aber selbst von Paulus lesen wir in Apostelgeschichte 18,18 dass er ein Gelübde, also ein Versprechen, gegenüber Gott abgegeben hat. Ich denke, dass es auch heute “dran” sein kann, sich besonders Zeit für Gott zu reservieren oder sich in einem Dienst ihm zur Verfügung stellen und sich Gott gegenüber (zum Beispiel) für 2 Jahre darin zu verpflichten. Man muss sich dazu ja nicht gleich die Haare abschneiden, wie Paulus in Apostelgeschichte 18,18!

Die Frage ist, was bezwecken wir mit so einer Aktion! Wollen wir – wie der kleine Roman damals – Gott dadurch überreden uns etwas zu geben? Dann lasst es besser gleich bleiben! Gott ist uns nichts schuldig und wir können ihn nicht durch irgendein Versprechen zu unserem “Schuldner” machen! Gott ist auch kein “Automat”, wenn ich A mache (zum Beispiel faste) dann MUSS er “B” machen! So funktioniert das nicht! Wenn wir uns aber Gott ganz speziell zur Verfügung stellen, weil wir ihn anbeten wollen, ihn ehren wollen oder ihn besser kennen lernen wollen – oder weil wir uns einfach mehr Zeit für unsere Beziehung zu ihm nehmen wollen – DANN kann es sinnvoll und gut sein, so ein “Gelübde”, ein Versprechen abzugeben!

“Mein” Gelübde an Gott

Nun – vielleicht denkst du jetzt schon: “Jetzt erzähl schon, was bedeutet das konkret für dich heute? Was war dein “Versprechen” dass du an Gott gegeben hast?” Ich habe heute ein “Gebet für einen Freund” gepostet! Dieses Anliegen brennt mir richtiggehend auf der Seele und ich möchte die kommenden drei Tage ganz bewusst für diesen Freund beten! Nicht nur “so ein bisschen”! Nicht nur “nebenbei”! Sondern ganz gezielt, jeden Tag, mehrmals am Tag. Am Besten “ohne Unterlass”! Dazu habe ich gestern Abend bei meiner Gebetszeit gesagt, ich werde drei Tage lang beten und fasten! Hier muss angemerkt werden, ich habe keinerlei Erfahrungen mit fasten! Ich tue mich sogar schwer, das theologisch korrekt einzuordnen. Aber ich weiß, Gott sagt uns manchmal, wir SOLLEN fasten! Also, so war mein Gedanke, tue ich das in diesem Fall.

Und doch war der heutige Tag – also sagen wir mal so, nicht so einfach! Und ich las diesen Vers mehrere Male, eigentlich jedes Mal wenn ich hungrig war! Ich habe das dumpfe Gefühl, ich bin nicht wirklich zum “Glaubenshelden” geeignet. Vielleicht ist das aber auch nur der Magen, der sich hier meldet …
Ich möchte diese drei Tage auch nützen, um mir Gedanken über das Fasten allgemein zu machen! Es bleibt also auf jeden Fall eine lehrreiche Zeit! Und ich möchte euch einladen, mit mir für diesen Freund zu beten – ohne ins Detail gehen zu wollen, so kann er doch JEDES Gebet dringend brauchen!

In diesem Sinne, eine gute Nacht!

PS: HIER <– geht es zur Erklärung, was es mit diesem “30-Tage-Experiment” auf sich hat!

Advertisements
This entry was posted in Aus dem Leben gegriffen ..., Schätze Salomos im Alltag, Tag 11-15: "Niemals bereut!" and tagged , , , , , . Bookmark the permalink.

4 Responses to Tag 13: Versprochen ist versprochen!

  1. Pingback: Tag 13: Versprochen ist versprochen! |

  2. Respekt vor Deiner Entscheidung; das braucht sicher Durchhaltevermögen :-)! Ich wünsche Dir Kraft dazu. Es ist immer nebenbei immer wieder erstaunlich, wie wir in die “Wenn-Dann”-Falle tappen wollen, gerade wenn etwas nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben. Nach dem Motto: “habe ich zuwenig….? oder ist es, weil ich….?” Wir können Gott weder mit “gutem Verhalten” erpressen, noch bestraft er uns mit “Segensentzug”, weil wir etwas falsch gemacht haben. Das heisst nicht, dass unsere Entscheidungen bei Ihm keine Konsequenzen haben, aber wenn wir unsere Beziehung mit Gott auf dieser “Wenn ich..dann wirst Du”-Ebene leben, setzen wir uns unter Druck und verpassen das Schönste am Leben mit Gott. Viel Erfolg Dir, ich werde auch ein Gebet einschalten 🙂

    • theolunke says:

      Naja – das ist ja in ALLEN Beziehungen so, oder?
      Wenn ich zu meiner Frau sagen: “Wenn ich das und das mache, dann musst du aber …” So funktioniert das nicht! Wenn dann so: “Ich mache das – weil ich dich liebe! Und wenn das und das als Reaktion kommt, dann freue ich mich … aber ich erwarte es nicht!”

      🙂 Danke auf jeden Fall für die Zeilen, bin normalerweise der Meinung, ein “Fasten” sollte man NICHT unbedingt über den Blog bekanntmachen 🙂 Denn Gott, der im Verborgenen sieht, … usw. 🙂
      Aber in dem Fall möchte ich meine Erfahrungen ja mit euch teilen … da passt das (denk ich) schon!

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s