Tag 10: Lauter Dummköpfe im Straßenverkehr?

Quelle: Wikimedia

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Wer von euch ist Autofahrer? Ich selbst gehöre leider zu dieser bemitleidenswerten Spezies Mensch, die sich selbst und ihre Nerven Tag für Tag den Strapazen des Straßenverkehrs aussetzen. Aber noch schlimmer ergeht es ja den Radfahrern – diese todesmutigen Gesellen riskieren Leib und Leben auf ihrem Weg zu Arbeit oder Studium. Und kosten – nebenbei bemerkt – dank fehlender Radwegkonzepte den eben angesprochenen Autofahrern noch zusätzlich einiges an Nerven! Was aber haben diese verkehrstechnischen Ausführungen mit Salomo zu tun? Zwar kann es durchaus sein, dass im damals geschäftigen Zentrum des großen Reiches von Salomo – in Jerusalem – auch das eine oder andere Verkehrschaos entstand. Da teilten sich halt Menschenmassen, Eselskarren, Maultiere und Pferde die engen Straßen. Aber als König wird Salomo von diesen doch eher alltäglichen Problemen nicht wirklich geplagt worden sein.

Und doch gibt es eine Verbindung. Salomo schreibt in Prediger 7,9: “Sei nicht aufbrausend in deinem Zorn, denn der Ärger ist ein Freund der Dummköpfe.

Der Ärger ist der Freund der Dummköpfe – ich gebe zu, diesen Vers habe ich mir gerade in den letzten Tagen immer wieder einmal vorgesagt, wenn ich mit dem Auto unterwegs war. Immerhin bin ich – wie die meisten Männer -der festen Überzeugung, dass ich, so zumindest nach eigener Wahrnehmung, anscheinend der EINZIGE bin, der da draußen überhaupt Autofahren kann! Tatsächlich neigen angeblich die meisten Männer dazu, die eigenen Fähigkeiten im Straßenverkehr zu überschätzen … Wie dem auch sei, ich gehöre da sicher nicht dazu! Es sind doch immer die anderen, die mir die Zornesröte ins Gesicht treiben! “Wenn dieser Idiot nur ETWAS schneller gefahren wäre – also statt 20km/h 40km/h (bei erlaubten 50km/h) dann wäre sich diese Ampel LOCKER noch ausgegangen” – “Weiß dieser Trottel nicht, wozu ein BLINKER da ist?” – “So ein Prolet, der mich da überholt und dann geschnitten hat, wo ist die Polizei, wenn man sie braucht?” – “GAS GEBEN, grüner wird’s nicht!” – “Steig doch aus und SCHIEB dein Auto, du Pflaume” – und so weiter.

Nein, diese Dinge würde ich niemals zu jemandem sagen! Ich sage so etwas nämlich nicht! Aber gedacht hab ich sie schon oft. Grundsätzlich bin ich zwar ein friedfertiger Mensch – die meisten, die mich kennen, würden das bestätigen! Aber beim Autofahren, also da erschrecke ich manchmal vor mir selbst! Zuletzt dachte ich wieder einmal: “Hier tun sich Abgründe in meiner Seele auf, furchtbar” Da kommt nicht selten massiver Ärger über andere hoch – und das oftmals völlig unverhältnismäßig! Ob ich jetzt diese Ampelphase noch geschafft hätte, ist doch eh egal! Und die 5km/h schneller machen am Ende das Kraut auch nicht fett! Ich weiß oftmals nicht, woher eigentlich dieser Ärger kommt. Aber mein Freund Salomo (ich darf ihn mittlerweile so nennen, immerhin begleitet er mich jetzt seit 10 Tagen durch den Alltag) geht da auch gar nicht darauf ein! Er sagt nur: “Ärger ist der Freund der Dummköpfe” – autsch, das sitzt! In den letzten Tagen hatte ich diesen Vers oft in Gedanken bei mir, da konnte ich dann oft einfach mal innehalten, tief einatmen und den Ärger bei Gott abgeben. Wenn einem dann bewusst wird, das man sich mit diesem unbegründeten Zorn eigentlich lächerlich macht (zum Glück ist ja meistens niemand dabei), dann verraucht er meist ebenso schnell wie er gekommen ist! Dieser Vers kann mir persönlich wirklich helfen, aufbrausenden und unbegründeten Zorn schnell wieder abzugeben. Denn wer will denn schon gern ein “Dummkopf” genannt werden?

Dazu noch eine kleine Anmerkung: Zorn ist nicht immer nur ein Zeichen von Dummköpfen! Selbst Gott ist manchmal zornig, er zürnt über die Sünde, über das Böse, die Schlechtigkeit der Welt! Es soll uns nicht gleichgültig lassen, wenn Unrecht geschieht. Wenn Menschen ausgebeutet werden, Leben zerstört werden und Böses geschieht! Aber das ist kein “aufbrausender” Zorn sondern – die Bibel würde es wohl “heiligen Zorn” nennen! Der richtet sich nicht gegen die Menschen, sondern gegen die schlechten Taten! Gegen die Sünde – wie es die Bibel nennt – und nicht gegen den Sünder! Das ist ein wichtiger Unterschied!

PS: HIER <– geht es zur Erklärung, was es mit diesem “30-Tage-Experiment” auf sich hat!

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