Buchtipp “Red Moon Rising” (Achtung: Brandgefährlich!!!)

Zuallererst ein Wort der Warnung: Dieses Buch ist meiner Meinung nach wirklich redmoonrisinggefährlich. Denn wenn man es gelesen hat, dann bleiben zwei Möglichkeiten offen: Entweder ich lasse zu, dass Gott zu mir spricht und mich durch die gewaltige Vision, die er Pete Craig, den Initiator der 24/7 Prayerbewegung aufs Herz gelegt hat begeistert. Und verändert. Aber dann wird mein Leben als Christ vermutlich verändert werden. Ganz bestimmt mein Gebetsleben. Und wahrscheinlich auch noch einiges anderes. Die Vision von Pete Craig berührt eine heilige Sehnsucht in uns, die das Potential hat, unser “normales” Leben mitzureißen und den Funken der Leidenschaft für Jesus in uns zu einem lodernden Feuer zu machen!
Oder – wir ignorieren es einfach und machen so weiter wie bisher – eine Alternative, die vielleicht nicht weniger gefährlich ist. Bestimmt aber “langweiliger” (persönliche Meinung von mir 🙂 )

Das Buch “Red Moon Rising” erzählt zuallererst einmal die Geschichte hinter der weltweiten Gebetsbewegung 24/7. Pete Craig, der Autor, berichtet auf erfrischende und glaubwürdige Art und Weise, dass 24/7 nicht “sein” Ding ist! Nichts was effektiv geplant und durchgezogen wurde. Nichts, was menschlich gut aufgezogen, strategisch aufgebaut und mit einem Business-Plan unterlegt gewesen wäre. Im Gegenteil – 24 Stunden rund um die Uhr zu beten, diese Idee ist nicht neu. Sie ist sogar sehr alt. In einem unbedeutenden Kaff in Deutschland begann 1722 ein wild zusammengewürfelter Haufen von Männern zu beten. Sie versammelten sich auf dem Gelände, das dem Grafen von Zinzendorf gehörte und beteten auf ungewöhnliche und inspirierende Art und Weise. Sie beteten nicht einen Tag und auch nicht eine Woche. Gott schenkte ihnen eine außergewöhnliche Leidenschaft für das Gebet, in dessen Folge 125 (hundertfünfundzwanzig) Jahre gebetet wurde – das längste Gebetstreffen der Geschichte!

Pete Craig ist davon überzeugt: Gott kann das wieder tun! In diesem Buch erzählt er die Story, wie Gott aus einer verrückten Idee eines einzelnen Mannes eine weltweite Gebetsbewegung gemacht hat, die Gemeinden veränderte und neue Gemeinden schuf, die Menschen berührte, Menschen heilte und das Evangelium an Orte brachte, wo vorher nur dürres Land und keine Hoffnung war!

Der Beginn des Buches ist – zugegeben – ein bisschen mühsam bzw. langatmig geraten. Pete Craig erzählt von verschiedenen Menschen an unterschiedlichen Orten der Welt, die Gott – lange bevor 24/7 startete – vorbereitete, um sie zu verwenden. Doch spätestens ab der Mitte des Buches “geht es rund”! Ab da hat mich die Story gepackt und nicht mehr losgelassen. Ich bin doch schon seit einigen Monaten und Jahren sehr begeistert von “Gebet” – doch dieses Buch wirkte wie ein Katalysator und bündelte all das, was in mir an Leidenschaft und Begeisterung schon vorhanden war zu einem einzigen großen Wunsch zusammen: GOTT KANN DAS AUCH IN INNSBRUCK – in Tirol – in Österreich. Nicht einfach nur “ein bisschen mehr beten”, “ein bisschen frommer werden”, “ein bisschen heiliger sein” – nein, durch radikales, andauerndes, kreatives, gemeinsames Gebet uns Christen verändern – und diese Stadt! Zuvor hab ich das Buch “Erweckung – ein Land von Gott erfasst” gelesen, wo gesagt wurde: “Vor jeder Erweckung schickte Gott eine große Leidenschaft für das Gebet!”
Das war übrigens auch in Herrenhut so – dieser kleine Ort hat die christliche Landkarte der Welt nachhaltig verändert. Bis heute!

Leseprobe (Buch Seite 44)

Ich bin nicht besonders gut darin, Gottes Stimme zu hören. Oft verstehe ich sie falsch und habe so gelernt, mich bedeckt zu halten, um Peinlichkeiten zu vermeiden! Wenn Gott durchkommt, dann oft, wenn ich nachdenke, schreibe oder mit jemanden rede. Mir passiert das hin und wieder beim Schreiben und Diskutieren, dass mein Herz dann etwas schneller schlägt. Es ist so, als hätte man den geistlichen Verstärker aufgedreht. Ich weiß dann einfach, dass ich mit meinen Worten Gottes Reden auf geheimnisvolle Weise eine Form gebe.

Eines Tages sprach er zu mir, als ich über Sprüche 16,9 nachdachte: “Der Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt” (Luther 1984). Als ich über die Bedeutung dieses Verses grübelte, fand ich mich in einem Zwiegespräch mit Gott wieder.
“Pete?” sagte er. “Herzlichen Glückwunsch! Deine Art und Weise, Jericho zu erobern, macht total Sinn …” Dann gab es eine etwas unangenehme Pause, und ich ahnte schon, was gleich kommen würde. “Das einzige Problem ist, mein Sohn, dass sie nicht wirklich funktioniert.” Ich wusste dass das stimmte. Acht Jahre harte Arbeit – und nun zusätzlich die Ideen, wie man junge Gemeinden miteinander vernetzen könnte – brachte trotz allem Einsatz nicht annähernd das Ergebnis, was wir eigentlich sehen wollten. “Auf der anderen Seite”, fuhr Gott mit Genuss fort, “macht meine Art und Weise, Jericho zu erobern, überhaupt keinen Sinn!” Er betonte jedes einzelne Wort, und zweifellos musste er über die Ironie des Ganzen lächeln. “Aber”, und jetzt kam der Brüller “es funktioniert!!

Dankbar für diesen umwerfenden Zuspruch der Ermutigung fragte ich mich, was diese Jericho-Metapher un praktisch zu bedeuten hatte. Soll ich dem gesunden Menschenverstand Gute Nacht sagen und irgendwelche Mauern in der Gegend anbrüllen?Ich muss zugeben: Wenn ich bei der Eroberung Jerichos mit dabei gewesen wäre, hätte ich Josua geraten, Leitern zu bauen. Vielleicht hätte er Kriegsgeräte erfinden oder eine Belagerung gegen die befestigte Stadt starten sollen – vielleicht Hand in Hand mit einer Gebetsstrategie. Mit sicherer Wahrscheinlichkeit hätte ich Josua abgeraten, Mauern anzubrüllen. Als Kriegsstrategie ist Brüllen lächerlich. Doch die wilde und fremde Stimme sagte Josua, das Volk zum Laufen und Schreien zu bringen – und natürlich fielen die Mauern ein. Die Stärke lag nicht in der Technik; die Stärke lag in Josuas albernen Gehorsam. Gott ist kein unkontrollierter Verteiler irgendwelcher Abrisstechniken; er ist auf der Suche nach Freunden, die ihm gegen alle Wahrscheinlichkeiten vertrauen!

Diese Geschichte ist heraufordernd. Ist es Gottes sehnlichster Wunsch für Innsbruck, dass wir tollere Gottesdienste haben? Mehr Programm, mehr Kurse die uns das Evangelium näherbringen? Große Gemeinden, die in der Stadt bekannt sind?
Oder ist es nicht doch vielleicht Gottes “Strategie” für Innsbruck, dass wir als Christen gemeinsam im Gebet die Mauern der Stadt anbrüllen, bis diese zusammenstürzen und Gott seinen Geist ausgießt und wie eine gewaltige Flut durch die Straßen und Häuser bis hinein in die hintersten Winkel der Herzen der Menschen strömt?

So – am Schluss noch die inspirierende und atemberaubende Vision von Pete Craig. Und vielen anderen, die sich diese Vision zu IHRER Vision gemacht haben. Quelle: http://www.24-7prayer.com/ und natürlich im Buch auf Seite 126!

Die Vision (von Pete Craig)

Da kommt doch dieser Typ zu mir und fragt: “Was ist die Vision? Worum soll es gehen?” Ich mache meinen Mund auf, und höre folgende Worte: Die Vision? Die Vision ist JESUS – der gefährliche, unverwechselbare Jesus. Der Jesus, der dich total in Beschlag nimmt. Die Vision ist eine Armee von jungen Leuten. Du siehst Totengebeine? Ich sehe eine Armee. Und sie sind FREI vom Materialismus. Sie lachen über die kleinen 9-5 Uhr-Gefängnisse. Sie können Kaviar am Montag essen, und Brotrinde am Dienstag. Sie würden noch nicht mal den Unterschied merken. Sie sind mobil wie der Wind und gehören den Nationen. Sie brauchen keinen Pass. Die Leute schreiben ihre Adressen nur noch mit dem Bleistift auf und fragen sich, was für merkwürdige Typen sind das bloß. Sie sind frei, und doch die Sklaven der Verwundeten, Dreckigen, Sterbenden.

Was ist die Vision? Die Vision ist Heiligkeit, Heiligkeit, die den Augen weh tut. Sie bringt Kinder zum Lachen und ärgert die Erwachsenen. Es geht um Leute die das Spiel aufgegeben haben, nach aussen hin eine weisse Weste zu haben um Eindruck zu schinden, um Leute die nach den Sternen greifen. Für sie ist das Gute nicht gut genug, sie strecken sich nur nach dem Besten aus. Geradezu gefährlich reine Leute. Sie brauchen ihre geheimen Motive nicht zu verstecken, und auch nicht ihre privaten Gespräche. Es sind Leute, die andere von ihren selbstmörderischen Abenteuern weglieben, weg von ihren satanischen Spielen. Es geht um eine Armee, die ihr Leben für die große Sache lassen wird. Eine Million mal pro Tag sind ihre Soldaten bereit, eine Niederlage einzustecken, um eines großen Tages den entscheidenden Sieg zu erringen und zu hören: “Gut gemacht, ihr treuen Söhne und Töchter”.

Diese Helden sind am Montagmorgen genauso radikal wie am Sonntagabend. Sie haben es nicht nötig, sich einen großen Namen zu machen, ihre eigene Ehre zu suchen. Darüber können sie nur müde lächeln. Es geht nicht um einzelne Stars, sondern um die große Masse, die immer wieder denselben Kriegsschrei auf den Lippen hat: “Vorwärts, COME ON!”

Und sie sind diszipliniert. Jünger, junge Leute, die ihren Körper zum Gehorsam zwingen. Jeder Soldat bereit, für seinen Kriegskameraden eine Kugel abzufangen. Das Tattoo auf ihrem Rücken sagt: “Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn.” Opferbereitschaft lässt das Feuer des Sieges in ihren Augen brennen. Sie schauen nicht nach unten, sondern nach oben: Sieger, Märtyrer. Wer kann sie aufhalten? Können Hormone sie zurückhalten? Können Niederlagen sie entmutigen? Kann Furcht ihnen Angst einjagen, kann der Tod sie umbringen?

Und wie sie beten! Wie Sterbende mit einem Stöhnen, das keine Worte findet, mit Kriegsschreien, salzigen Tränen und mit lautem Lachen! Sie sind bereit, jeden Preis zu bezahlen um das Ziel zu erreichen. Sie brechen die Regeln. Sie kommen heraus aus der Mittelmässigkeit ihres kleinen, gemütlichen Verstecks. Sie geben ihre Rechte auf, ihre ach so geliebten kleinen Fehler, sie lachen über Etiketten, geben selbst scheinbar Unaufgebbares auf. Die Werbebranche kann sie nicht beinflussen, Hollywood kann sie nicht faszinieren. Selbst Gruppendruck hat keine Kraft, ihre einmal gefällten Entscheidungen in Mitternachtsparties zu verleugnen, bevor der Hahn kräht. Sie sind unglaublich cool und innerlich gefährlich attraktiv.

Und äußerlich? Das kümmert sie kaum. Ihre Kleidung ist eine Botschaft, sie tragen sie um zu feiern, nicht, um sich zu verstecken. Würden sie ihr Image oder ihre Beliebtheit aufgeben? Sie sind bereit, selbst ihr eigenes Leben niederzulegen, mit den Todeskandidaten – schuldig wie die Hölle selbst – den Platz zu tauschen. Der elektrischen Stuhl statt eines Thrones.

Mit Blut, Schweiß und Tränen, in vielen schlaflosen Nächten und an fruchtlosen Tagen beten sie, als ob alles von Gott abhängt, und sie leben, als ob alles von ihnen abhängt. Ihr genetischer Code ist JESUS. Er atmet aus – sie atmen´s ein. Bei ihnen singt selbst das Unterbewusstsein. Sie hatten eine Bluttransfusion von Jesus. Ihre Worte bringen die Dämonen in den Einkaufszentren zum Schreien. Hörst du diese Armee kommen? Blast die Posaune für die Verrückten! Ruft sie zusammen, die Verlierer und Freaks. Hier kommen sie, die Ängstlichen und Abgelehnten mit Feuer in ihren Augen. Sie laufen aufrecht, und die Bäume klatschen Beifall, die Hochhäuser verbeugen sich, die Berge erscheinen klein, verglichen mit diesen Kindern einer anderen Dimension. Ihre Gebete mobilisieren den Himmel und wecken den alten Traum von Eden wieder auf.

Und diese Vision wird wahr werden, sie wird erfüllt werden. Sie wird mit Leichtigkeit geschehen, und zwar bald. Woher weiß ich das? Weil es das Sehnen der ganzen Schöpfung ist, das Stöhnen des Geistes, der Urtraum Gottes. Mein Morgen ist sein Heute. Meine kleine Hoffnung ist Teil seiner unendlichen Schöpfung. Und mein winziges, geflüstertes, glaubensloses Gebet bekommt ein donnerndes und entschlossenes AMEN, das Mark und Bein erschüttert, aus dem Mund zahlloser Engel, von den Helden des Glaubens, und von Jesus selbst, IHM, dem Träumer des ersten Traums, dem letzten Sieger. Garantiert!

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