Schon wieder diese Ewigkeit – “Wolverine 2”

Nachdem es bei meinem letzten Film (“In Time – Deine Zeit läuft ab”) schon viel um die The_Wolverine_posterUSThematik der Ewigkeit gegangen ist (Ihr erinnert euch? “Für die Unsterblichkeit weniger müssen viele sterben”), kommen ähnliche Fragen auch beim nächsten Kinoabend auf. Wolverine, der Held aus Marvels “X-Men” bekommt seinen zweiten Einzelauftritt. Wolverine ist ein Mutant, dessen Zellen sich rasend schnell regenerieren. Deswegen reagiert er erstens ziemlich unbeeindruckt auf schießwütige Verbrecher, schwertschwingende Samurai oder ähnliche Bösewichte – und zweitens wird er weder älter noch erwartet er irgendwann einmal nach dem Ruhestand den Besuch des Sensenmannes!

Doch in diesem Film wird ihm diese Unsterblichkeit genommen – durchaus für X-Men Fans interessant und beunruhigend zugleich, wenn ihr Held plötzlich nach Kämpfen einen Arzt (in dem Fall einen angehenden Tierarzt) zu Rate ziehen muss, der ihn wieder zusammenflickt! Aber es stellt sich dadurch auch ganz akut die Frage: “Wer will schon ewig leben” – und zwar, nachdem ein japanischer Großindustrieller und Milliardär ihm eben dieses ewige Leben nehmen wollte.

Du bist ein Samurai ohne Herr. Ewiges Leben ist wertlos, wenn man nichts hat, wofür es sich zu leben lohnt!

Mit diesem Argument versucht der Japaner Wolverine zu überreden, freiwillig auf seine Unsterblichkeit zu verzichten. Natürlich ohne Erfolg, und das Ende des Filmes ist auch keine wirkliche Überraschung. Doch der Gedanke hat mich nicht losgelassen. Der christliche Erlösungsglaube zielt ganz elementar auf diesen Gedanken des “Ewigen Lebens” ab. Aber wie sieht diese Ewigkeit aus? Wofür leben wir dann? Womit verbringen wir unsere Zeit – oder gibt es so etwas wie Zeit überhaupt nicht mehr?

Fragen über Fragen … aber ich denke, es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen. Letztendlich kommt man eh nicht aus, selbst wenn man vor diesen Fragen davonlaufen will – denn wie habe ich schon Salomo aus dem Buch “Prediger” im Alten Testament zitiert:

Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt
(Prediger, Kapitel 3)

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