In Gottes Rhythmus leben

Heute geht es weiter in der Predigtreihe aus dem Buch Prediger, dass der weise König Salomo vor 3000 Jahren geschrieben hat. Salomo gibt uns hier ganz praktische Tipps im Umgang mit unserer Zeit, wie wir so mit der uns gegeben Zeit leben können, dass wir ein erfülltes, ein gelingendes Leben habe! Er sagt uns, dass wir unser Leben im Rhythmus Gottes leben sollen, um unsere Zeit sinnvoll einzusetzen! Den wichtigsten Text habe ich hier gleich zitiert.

Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit:  Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und das Gepflanzte ausreißen hat seine Zeit;  Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Zerstören hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit;  Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit;  Steine schleudern hat seine Zeit, und Steine sammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit;  Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit;  Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;  Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit. (Prediger, 3, 1 – 8)

Salomo sagt, das Leben hat einen ganz eigenen Rhythmus, manche Phasen kommen und gehen dann wieder. Wir sollen nicht den Fehler machen, früheren Zeiten nachzuweinen und in der Vergangenheit zu leben. Das bringt nichts, alles hat seine Zeit und Dinge, die vergangen sind, müssen auch losgelassen werden von uns. Genauso wenig sollen wir in der Zukunft leben und ständig darauf hoffen, dass irgendwann eine neue Zeit kommt, neue Chancen, neue Lebensabschnitte – die Zukunft kommt eh ganz von alleine auf uns zu, da brauchen wir nichts hinzutun!

Aber warum verläuft unser Leben eben oft NICHT so harmonisch und “in Gottes Rhythmus” – warum ist es oft mühsam und anstrengend? Salomo zeigt uns drei Gründe auf:

  1. Gott bestimmt den Zeitplan
  2. Menschen haben eine “Ahnung von der Ewigkeit” – aber der Tod setzt allem ein Ende
  3. Wir verstehen Gottes Pläne oft nicht

Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt — nur daß der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann. (Prediger 3,11)

Bei all dem bleibt für den Menschen, in JEDER Zeit des Lebens Gottes gute Gaben zu sehen und zu genießen. Das ist manchmal einfach – wenn man gerade auf der “Sonnenseite” des Leben ist! Manchmal, wenn es aber gerade eine Zeit des Klagens ist, kann das eine echte Herausforderung sein. Dann ist es eher wie “Ostereier suchen”, wenn wir die Dinge suchen, die Gott uns schenken will!

In den letzten Versen sagt Gott dann: “Egal, wie dein Leben verlaufen ist – Abgerechnet wird am Schluss” – am Ende holt Gott “alles hervor, was vergangen ist” alle Stunden, Minuten und Sekunden. Und hier erkennen wir: Niemand kann vollkommen nach „Gottes Rhythmus“ leben, wir alle kennen unser eigenes Versagen, unsere eigene Schuld nur zu genau! Wenn die Bibel von „Sünde“ redet, dann meint sie: „Das Ziel verfehlt“ – das ist wie wenn man im Deutschunterricht in der Schule einen Aufsatz aufgibt, sogar wenn nur ganz wenige Fehler drin sind, wenn das Thema verfehlt ist, gibt es ein „Nicht genügend“!

Salomo will uns trotzdem Mut machen, ein Leben mit Gott zu leben, weil er weiß, dass er ein guter Gott ist! Und dieser Gott hat auch eine Lösung für unsere Schuld – nämlich Jesus Christus! Um bei dem Bild mit der Schularbeit zu bleiben, bei der wir das Thema verfehlt haben: Als Jesus am Kreuz gestorben ist, hat er das „Nicht genügend“ für uns auf sich genommen, und hat uns seine perfekte „Schularbeit“, sein Leben, das vollkommen im Einklang mit Gott gelebt wurde, zum Tausch gegeben!

Zusammenfassung

Noch einmal als Zusammenfassung, vier „Tipps“ die uns Salomo gibt, um in unserem Leben nach Gottes Rhythmus zu leben:

  1. Alles hat seine Zeit – erkenne, was gerade „dran“ ist in deinem Leben, welche „Zeit“ gerade ist: Zeit zum Aufbauen oder Zeit zum Einreißen, Zeit zum Loslassen oder Zeit zum Festhalten.
  2. Mach dir bewusst, dass Gott einen GUTEN PLAN mit dir hat – egal wie die Umstände gerade sind!
  3. Richte dein Leben – und deine Zeitpläne – auf das aus, was „Ewigkeitswert“ hat.
  4. Entscheide dich dafür, Gottes gute Gaben zu sehen – auch wenn es wie Ostereier suchen ist!
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